E3: Peter Molyneux fand Sony & Microsoft kindisch
Auf der E3 in Los Angeles feuerten Sony und Microsoft ihre gesamte Marketing-Artillerie ab, seither wird diskutiert, ob die Xbox One oder die PlayStation 4 "gewonnen" hat. Weder noch, meint Peter Molyneux, der die Auftritte "sehr unprofessionell" fand.
Gegenüber der Branchenseite GamesIndustry International sagte Molyneux, ehemaliger Microsoft-Manager und Ex-Chef des Studios Lionhead, dass sich Sony und Microsoft aus seiner (privaten) Sicht als Konsument wie zwei rivalisierende Studentenverbindungen verhalten hätten, was man in diesem Zusammenhang durchaus auch mit "kindisch" übersetzen kann.
"Es ist wie 'Oh, du hast das gemacht, also machen wir dies.' Sie definieren sich gegenseitig die Strategien", meint Molyneux, der inzwischen Chef des Indies-Studios 22 Cans ist. "Ich glaube, Sony hat seine Strategie wegen Microsoft geändert und umgekehrt."
Der Ex-Microsoft-Manager Peter Molyneux kritisiert seinen ehemaligen Arbeitgeber, aber auch Sony
Molyneux spielt damit auch auf den Preiskampf an, der aber seiner Meinung nach vom Wesentlichen ablenkt: "Mich als Konsumenten kümmert das einen Dreck, ich will wissen, ob die Spiele zum Start etwas sind, für das ich 400 oder 500 Dollar investieren soll."
Natürlich wurde er auch nach seiner Meinung zum Eincheck-System (alle 24 Stunden) der Xbox One gefragt. Grundsätzlich, so Molyneux, sei eine dauerhafte Online-Anbindung nichts Schlechtes. Aber: Dem Kunden müsse klar sein, welchen eindeutigen Vorteil er davon hat. Das sei derzeit aber eben nicht der Fall.
"Meiner Ansicht nach wurde das sehr unprofessionell gemacht", so Molyneux, der das Gefühl gehabt hat, dass hier Microsoft-Manager bei den Aussagen zum Online-Zwang ständig "aus der Hüfte" geschossen hätten. "Zeigt mir als Kunden, warum ich immer online sein soll und ich werde damit glücklich sein. Im Moment bedeutet das aber nur Verkaufs-Authentifizierung von Spielen. Das will ich aber nicht." Hätte Microsoft hingegen andere "Riesenvorteile" hervorgehoben, wäre man wohl bereit gewesen, quasi nebenbei auch die Zwangs-Authentifizierung zu akzeptieren.
"Es ist wie 'Oh, du hast das gemacht, also machen wir dies.' Sie definieren sich gegenseitig die Strategien", meint Molyneux, der inzwischen Chef des Indies-Studios 22 Cans ist. "Ich glaube, Sony hat seine Strategie wegen Microsoft geändert und umgekehrt."
Der Ex-Microsoft-Manager Peter Molyneux kritisiert seinen ehemaligen Arbeitgeber, aber auch Sony
Molyneux spielt damit auch auf den Preiskampf an, der aber seiner Meinung nach vom Wesentlichen ablenkt: "Mich als Konsumenten kümmert das einen Dreck, ich will wissen, ob die Spiele zum Start etwas sind, für das ich 400 oder 500 Dollar investieren soll."
Natürlich wurde er auch nach seiner Meinung zum Eincheck-System (alle 24 Stunden) der Xbox One gefragt. Grundsätzlich, so Molyneux, sei eine dauerhafte Online-Anbindung nichts Schlechtes. Aber: Dem Kunden müsse klar sein, welchen eindeutigen Vorteil er davon hat. Das sei derzeit aber eben nicht der Fall.
"Meiner Ansicht nach wurde das sehr unprofessionell gemacht", so Molyneux, der das Gefühl gehabt hat, dass hier Microsoft-Manager bei den Aussagen zum Online-Zwang ständig "aus der Hüfte" geschossen hätten. "Zeigt mir als Kunden, warum ich immer online sein soll und ich werde damit glücklich sein. Im Moment bedeutet das aber nur Verkaufs-Authentifizierung von Spielen. Das will ich aber nicht." Hätte Microsoft hingegen andere "Riesenvorteile" hervorgehoben, wäre man wohl bereit gewesen, quasi nebenbei auch die Zwangs-Authentifizierung zu akzeptieren.
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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