BurgerKing-Baby findet Mutter nach 27 Jahren via FB
Eine Frau, die als Neugeborene von ihrer Mutter in einem Fast-Food-Restaurant in den USA zurückgelassen wurde, hat ihre leibliche Mutter nun nach über 27 Jahren durch die Hilfe von Facebook-Nutzern wiedergefunden.
In den 1980er Jahren wurde Katheryn Deprill im US-Bundesstaat Pennsylvania unter dem Begriff "Burger King Baby" bekannt. Sie wurde damals kurz nach ihrer Geburt auf der Toilette aufgefunden. Später kam sie per Adoption in ihrer heutigen Familie unter. Inzwischen ist sie 27 Jahre alt, verheiratet und hat vor wenigen Monaten ihr drittes Kind zur Welt gebracht. Nun wollte sie herausfinden, wer ihre leibliche Mutter ist und was sich damals zugetragen hat.
Am 2. März setzte sie daher ein Foto von sich und einer Suchmeldung auf Facebook und bat die Nutzer, dieses zu verbreiten. Dem kamen tausende nach und das Bild wanderte um die Welt. In den USA sprangen auch zahlreiche Medien auf den Zug auf. Dadurch wurde die Mutter auf die Sache aufmerksam und wandte sich an einen Anwalt, der ein Treffen organisierte.
Vorwürfe wegen der Ereignisse vor 27 Jahren machte sie ihrer leiblichen Mutter nicht. Immerhin habe sie während des langen Gesprächs vieles über die Hintergründe erfahren und dadurch verstanden, warum ihre Mutter sich damals entschieden hatte, so zu handeln. Verziehen habe sie ihr zu "110 Prozent".
Konkreteres wusste dann der Anwalt zu berichten: Die Mutter sei im Alter von 16 Jahren während einer Reise vergewaltigt worden, was in der Schwangerschaft mündete. Aus Scham verbarg sie ihren Zustand, brachte das Kind allein zur Welt und hinterließ es dort, wo es schnell gefunden werden würde. Die Mutter soll vor einem halben Jahr selbst einen Versuch gestartet haben, ihre Tochter ausfindig zu machen, gab dann aber auf. Offenbar war sie mit den Möglichkeiten, die die soziale Netze heute in solchen Fällen bieten, nicht ausreichend vertraut.
Am 2. März setzte sie daher ein Foto von sich und einer Suchmeldung auf Facebook und bat die Nutzer, dieses zu verbreiten. Dem kamen tausende nach und das Bild wanderte um die Welt. In den USA sprangen auch zahlreiche Medien auf den Zug auf. Dadurch wurde die Mutter auf die Sache aufmerksam und wandte sich an einen Anwalt, der ein Treffen organisierte.
Verzeihen statt Vorwürfen
"Ich bin sehr glücklich", erklärte Deprill nach dem Treffen, das immerhin vier Stunden dauerte. "Es war, als hätte ich in einen Spiegel geschaut", beschrieb sie ihren ersten Eindruck von dem Treffen. Die beiden hätten ihre Kontaktdaten ausgetauscht und wollen in Zukunft miteinander in Verbindung bleiben.Vorwürfe wegen der Ereignisse vor 27 Jahren machte sie ihrer leiblichen Mutter nicht. Immerhin habe sie während des langen Gesprächs vieles über die Hintergründe erfahren und dadurch verstanden, warum ihre Mutter sich damals entschieden hatte, so zu handeln. Verziehen habe sie ihr zu "110 Prozent".
Konkreteres wusste dann der Anwalt zu berichten: Die Mutter sei im Alter von 16 Jahren während einer Reise vergewaltigt worden, was in der Schwangerschaft mündete. Aus Scham verbarg sie ihren Zustand, brachte das Kind allein zur Welt und hinterließ es dort, wo es schnell gefunden werden würde. Die Mutter soll vor einem halben Jahr selbst einen Versuch gestartet haben, ihre Tochter ausfindig zu machen, gab dann aber auf. Offenbar war sie mit den Möglichkeiten, die die soziale Netze heute in solchen Fällen bieten, nicht ausreichend vertraut.
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Christian Kahle
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