Legal? Dell verlangt Geld für Firefox-Installationen
Der Hardware-Hersteller Dell bietet seinen Kunden einen besonderen "Service" an: Wer einen Rechner kauft, der kann auf Wunsch Dell damit beauftragen, Firefox zu installieren. Dafür verlangt man aber knapp 20 Euro.
Die Installation eines Browsers auf einem neu gekauften PC ist mitnichten "Raketen-Wissenschaft" und mit nur wenigen Mausklicks erledigt. Einige Anwender trauen sich das aber wohl nicht zu oder wählen schlichtweg den bequemsten Weg, indem sie jemanden damit beauftragen.
Die Dell-Praktik, die The Register entdeckt hat, ist aber zweifellos ein Grenzfall, vor allem weil es hier um einen (kostenlosen) Open-Source-Browser geht. Denn Dell bietet Bestellern eines Rechners in Großbritannien die Möglichkeit an, diese Installation zu übernehmen, verlangt dafür aber eine verhältnismäßig hohe Gebühr von 16,25 Pfund, das sind knapp 20 Euro. In einem Drop-Down-Menü erhalten Besteller dabei die Möglichkeit, den so genannten "Mozilla Firefox Web Browser Installation Service" durchführen zu lassen.
Der strittige Dell-'Service' kostet knapp 20 Euro
Engadget bezeichnet diese "Dienstleistung" als "bizarr", auch bei Mozilla wundert man sich sehr, da dies einen Verstoß gegen die markenrechtlichen Vereinbarungen bzw. Vorgaben des Firefox-Anbieters darstellt. Die Mozilla Foundation hat auch schon angekündigt, etwaige rechtliche Schritte ausloten zu wollen. Gegenüber The Next Web (TNW) sagte Mozilla-Chefjuristin Denelle Dixon-Thayer, dass es keine Vereinbarung zwischen Mozilla und Dell gebe, die das erlaubt.
Dell hat inzwischen reagiert und verteidigt die Praxis: Der "Konfigurationsdienst", der auch die Installation von Anwendungen bietet, sei laut Dell auch in diesem Fall rechtens, da man nicht für das Produkt Geld verlange, sondern für den "Service", also Zeit und Arbeit des Personals beim Aufspielen eines (anderen) Images. Diese Dell-Interpretation ist aber eher gewagt, da Mozillas Trademark Policy (Punkt: Software Distributions) Installationen an sich mit einschließt und auch dafür kein Geld verlangt werden darf.
Die Dell-Praktik, die The Register entdeckt hat, ist aber zweifellos ein Grenzfall, vor allem weil es hier um einen (kostenlosen) Open-Source-Browser geht. Denn Dell bietet Bestellern eines Rechners in Großbritannien die Möglichkeit an, diese Installation zu übernehmen, verlangt dafür aber eine verhältnismäßig hohe Gebühr von 16,25 Pfund, das sind knapp 20 Euro. In einem Drop-Down-Menü erhalten Besteller dabei die Möglichkeit, den so genannten "Mozilla Firefox Web Browser Installation Service" durchführen zu lassen.
Der strittige Dell-'Service' kostet knapp 20 Euro
Engadget bezeichnet diese "Dienstleistung" als "bizarr", auch bei Mozilla wundert man sich sehr, da dies einen Verstoß gegen die markenrechtlichen Vereinbarungen bzw. Vorgaben des Firefox-Anbieters darstellt. Die Mozilla Foundation hat auch schon angekündigt, etwaige rechtliche Schritte ausloten zu wollen. Gegenüber The Next Web (TNW) sagte Mozilla-Chefjuristin Denelle Dixon-Thayer, dass es keine Vereinbarung zwischen Mozilla und Dell gebe, die das erlaubt.
Dell hat inzwischen reagiert und verteidigt die Praxis: Der "Konfigurationsdienst", der auch die Installation von Anwendungen bietet, sei laut Dell auch in diesem Fall rechtens, da man nicht für das Produkt Geld verlange, sondern für den "Service", also Zeit und Arbeit des Personals beim Aufspielen eines (anderen) Images. Diese Dell-Interpretation ist aber eher gewagt, da Mozillas Trademark Policy (Punkt: Software Distributions) Installationen an sich mit einschließt und auch dafür kein Geld verlangt werden darf.
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