Spiele: Online-Vertrieb hebelt Altersfreigaben aus
Der Trend zum Online-Vertrieb von Spielen führt zunehmend dazu, dass das bisherige System der Alterskennzeichnung ausgehebelt wird. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat immer weniger zu tun.
Im vergangenen Jahr führte die Organisation laut ihrem jetzt vorgelegten Jahresbericht 2.088 Prüfvorgänge durch. Das sind noch einmal 8,5 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Dieser Trend der letzten Jahre halte weiterhin an, da immer mehr Computer- und Videospiele online vertrieben werden und dafür weniger im stationären Handel erscheinen, teilte die USK mit.
Um dem entgegenzuwirken hat die USK bereits vor längerer Zeit Konzepte für einen besseren Jugendschutz bei Online-Spielen vorgelegt. Durch internationale Kooperationen können schon in diesem Jahr mehr Alterskennzeichen für Online-Spiele vergeben werden - allerdings bislang noch ohne staatliche Beteiligung.
"Wir benötigen stärkere politische Unterstützung, um im Online-Bereich für mehr Jugendschutz bei Spielen sorgen zu können", sagte Felix Falk, Geschäftsführer der USK. "Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verharren nach wie vor auf ihrem Stand von 2003 und können der Online-Welt so nicht mehr gerecht werden."
Ein Notstand ist allerdings noch längst nicht eingetreten. Insbesondere Gelegenheitsspiele (Casual Games) wandern zu Smartphones oder Tablets ab, wo die bisherige Altersfreigabe nicht mehr greift. Diese Spiele gehören aber meist zu den Genres Arcade oder Denkspiel und werden ohnehin meistens mit "USK ab 0" gekennzeichnet.
Das Ausmaß dessen macht sich allerdings in der Gesamtstatistik bemerkbar. 2009 gab die USK mit 52,5 Prozent noch mehr als die Hälfte aller eingereichten Spiele ab 0 Jahren frei. Diese Alterseinstufung macht immer noch den größten Teil aus - allerdings im letzten Jahr nur noch rund 30 Prozent.
Im Jahresbericht der USK macht sich aber auch die Veröffentlichung der neuen Spielekonsolen-Generation klar bemerkbar. Auf die Konsolen der letzten Generation (Xbox 360, Wii, DS, PS3, PSP) entfielen 2012 noch insgesamt 596 Prüfverfahren gegenüber 442 Verfahren in 2013. Während des gleichen Zeitraums stieg die Zahl der Prüfungen für die Plattformen der neuesten Generation (Xbox One, WiiU, 3DS, PS4, PS Vita) von 220 auf 453 Verfahren.
Um dem entgegenzuwirken hat die USK bereits vor längerer Zeit Konzepte für einen besseren Jugendschutz bei Online-Spielen vorgelegt. Durch internationale Kooperationen können schon in diesem Jahr mehr Alterskennzeichen für Online-Spiele vergeben werden - allerdings bislang noch ohne staatliche Beteiligung.
"Wir benötigen stärkere politische Unterstützung, um im Online-Bereich für mehr Jugendschutz bei Spielen sorgen zu können", sagte Felix Falk, Geschäftsführer der USK. "Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verharren nach wie vor auf ihrem Stand von 2003 und können der Online-Welt so nicht mehr gerecht werden."
Ein Notstand ist allerdings noch längst nicht eingetreten. Insbesondere Gelegenheitsspiele (Casual Games) wandern zu Smartphones oder Tablets ab, wo die bisherige Altersfreigabe nicht mehr greift. Diese Spiele gehören aber meist zu den Genres Arcade oder Denkspiel und werden ohnehin meistens mit "USK ab 0" gekennzeichnet.
Das Ausmaß dessen macht sich allerdings in der Gesamtstatistik bemerkbar. 2009 gab die USK mit 52,5 Prozent noch mehr als die Hälfte aller eingereichten Spiele ab 0 Jahren frei. Diese Alterseinstufung macht immer noch den größten Teil aus - allerdings im letzten Jahr nur noch rund 30 Prozent.
Im Jahresbericht der USK macht sich aber auch die Veröffentlichung der neuen Spielekonsolen-Generation klar bemerkbar. Auf die Konsolen der letzten Generation (Xbox 360, Wii, DS, PS3, PSP) entfielen 2012 noch insgesamt 596 Prüfverfahren gegenüber 442 Verfahren in 2013. Während des gleichen Zeitraums stieg die Zahl der Prüfungen für die Plattformen der neuesten Generation (Xbox One, WiiU, 3DS, PS4, PS Vita) von 220 auf 453 Verfahren.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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