GCHQ guckt bei Webcam-Sex zu - und will das nicht
Der britische Geheimdienst GCHQ klinkt sich auch in die Webcam-Aufnahmen von Millionen Nutzern ein und speichert dabei zu einem nicht unwesentlichen Teil sehr intime Momente ihres Lebens ab.
Das geht aus neu analysierten Dokumenten aus dem Snowden-Archiv über ein Programm namens "Optic Nerve" hervor. In dessen Rahmen fertigten die Geheimdienst-Analysten millionenfach Moment-Aufnahmen von Webcam-Chats an, die über Yahoo-Anwendungen geführt wurden - und dies völlig unabhängig davon, ob man die fraglichen Anwender überhaupt für nachrichtendienstlich relevant hielt, berichtete die britische Tageszeitung The Guardian.
Allein in einem sechsmonatigen Zeitraum des Jahres 2008 seien so Aufnahmen von 1,8 Millionen Yahoo-Accounts weltweit mitgespeichert worden. Enthalten sei dabei auch eine substanzielle Menge an Bildern, die die Anwender nackt oder bei sexuellen Handlungen zeigen. Seitens Yahoo bestritt man auf Nachfrage, etwas von der Sache zu wissen und sprach von einer neuen Dimension, mit der hier die Privatsphäre von Anwendern verletzt würde.
Ob durch das Programm, das zumindest bis zum Jahr 2012 belegt ist, irgendein Nutzen hinsichtlich des Ziels der geheimdienstlichen Arbeit herauskam, geht aus dem Dokument nicht hervor. Mit Optic Nerve wurden aber verschiedene Zielsetzungen verfolgt. Zum einen wollte man die Aufnahmen verwenden, um mit Gesichtserkennungs-Systemen herauszufinden, ob bestimmte Nutzer beispielsweise mit mehreren Accounts online gehen und dabei Querverweise zwischen diesen einen Anfangsverdacht hervorbringen könnten.
Aber auch für die zukünftige Arbeit sollten hier Grundlagen gelegt werden. Die Aufnahmen dienten beispielsweise zur Verbesserung automatischer Analysesysteme. Sie sollten aber auch Aufnahmen von Nutzern aus verschiedenen Perspektiven bereitstellen, wenn diese eines Tages in irgendeiner Form in Verdacht geraten.
Wohl zeigt das Dokument aber die Schwierigkeiten, die man beim GCHQ mit der Datensammlung hat. "Unglücklicherweise zeigte sich, dass eine überraschende Zahl von Menschen Webcam-Konversationen nutzt, um ihrem Gegenüber intime Körperbereiche zu präsentieren", heißt es in dem Papier. In den einzelnen Datensammlungen über den jahrelangen Zeitraum hinweg, machen solche Aufnahmen einen Anteil von 3 bis 11 Prozent aus, hieß es.
Damit die eigenen Analysten nicht ständig mit den Geschlechtsteilen der überwachten Nutzer konfrontiert sind, versuchte man Tools zwischenzuschalten, mit denen auch in anderen Bereichen automatisch Pornographie erkannt werden soll. Allerdings funktionieren diese lediglich so, dass der Anteil von Hautfarben im Bild als Anhaltspunkt herangezogen wird. Dies lieferte natürlich zahlreiche Falscherkennungen, wenn das Gesicht des Anwenders den Großteil des Webcam-Bildes ausmachte, und war so also nicht sinnvoll einsetzbar.
Allein in einem sechsmonatigen Zeitraum des Jahres 2008 seien so Aufnahmen von 1,8 Millionen Yahoo-Accounts weltweit mitgespeichert worden. Enthalten sei dabei auch eine substanzielle Menge an Bildern, die die Anwender nackt oder bei sexuellen Handlungen zeigen. Seitens Yahoo bestritt man auf Nachfrage, etwas von der Sache zu wissen und sprach von einer neuen Dimension, mit der hier die Privatsphäre von Anwendern verletzt würde.
Ob durch das Programm, das zumindest bis zum Jahr 2012 belegt ist, irgendein Nutzen hinsichtlich des Ziels der geheimdienstlichen Arbeit herauskam, geht aus dem Dokument nicht hervor. Mit Optic Nerve wurden aber verschiedene Zielsetzungen verfolgt. Zum einen wollte man die Aufnahmen verwenden, um mit Gesichtserkennungs-Systemen herauszufinden, ob bestimmte Nutzer beispielsweise mit mehreren Accounts online gehen und dabei Querverweise zwischen diesen einen Anfangsverdacht hervorbringen könnten.
Aber auch für die zukünftige Arbeit sollten hier Grundlagen gelegt werden. Die Aufnahmen dienten beispielsweise zur Verbesserung automatischer Analysesysteme. Sie sollten aber auch Aufnahmen von Nutzern aus verschiedenen Perspektiven bereitstellen, wenn diese eines Tages in irgendeiner Form in Verdacht geraten.
Wohl zeigt das Dokument aber die Schwierigkeiten, die man beim GCHQ mit der Datensammlung hat. "Unglücklicherweise zeigte sich, dass eine überraschende Zahl von Menschen Webcam-Konversationen nutzt, um ihrem Gegenüber intime Körperbereiche zu präsentieren", heißt es in dem Papier. In den einzelnen Datensammlungen über den jahrelangen Zeitraum hinweg, machen solche Aufnahmen einen Anteil von 3 bis 11 Prozent aus, hieß es.
Damit die eigenen Analysten nicht ständig mit den Geschlechtsteilen der überwachten Nutzer konfrontiert sind, versuchte man Tools zwischenzuschalten, mit denen auch in anderen Bereichen automatisch Pornographie erkannt werden soll. Allerdings funktionieren diese lediglich so, dass der Anteil von Hautfarben im Bild als Anhaltspunkt herangezogen wird. Dies lieferte natürlich zahlreiche Falscherkennungen, wenn das Gesicht des Anwenders den Großteil des Webcam-Bildes ausmachte, und war so also nicht sinnvoll einsetzbar.
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Christian Kahle
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