Vorratsdaten: Bundestag wird bereits überwacht
Während die Parteien sich weiterhin über die Einführung der Vorratsdatenspeicherung streiten, wird diese im Bundestag bereits praktiziert - was einige Politiker nun aufhorchen lässt.
Sämtlicher Datenverkehr der im Hause tätigen Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter wird bis zu drei Monate gespeichert, bestätigte der Sprecher des Bundestages Ernst Hebeker gegenüber der Leipziger Volkszeitung (heutige Ausgabe). Er gehe davon aus, dass das auch jeder Abgeordnete wisse.
So ganz klar scheint dies einigen aber bisher nicht gewesen zu sein. Eine Überprüfung dieser Praxis forderte beispielsweise die Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag, die Grünen-Politikerin Renate Künast: "Überall wo Daten gespeichert werden, besteht auch Missbrauchsgefahr." "Es stellt sich die Frage, ob und wie die Staatsmacht da ran kann. Und es gibt Missbrauchsmöglichkeiten", erklärte auch Wolfgang Kubicki, FDP-Vize und Fraktionschef im schleswig-holsteinischen Landtag.
Dieser verwies auf ein weiteres Problem: Mit der freien und geschützten Abgeordnetentätigkeit, auch im Umgang mit Informanten, sei diese Praxis nicht zu vereinbaren. Kubicki forderte den Bundestag daher auf, eine Regelung nach dem Vorbild des Landesparlamentes in Kiel anzuwenden, bei dem der Datenverkehr der Abgeordneten und der der Mitarbeiter über getrennte Server liefen und es keine Datenspeicherung für die Abgeordneten gebe, während die Beschäftigten der Überwachung unterliegen.
Das Thema kam aktuell im Zuge der Ermittlungen gegen den SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy zum Tragen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, im Zusammenhang mit den Edathy-Untersuchungen, die Möglichkeit einer Auswertung von dessen Bundestags-IT-Daten. "Wir müssen die Speicherung im Lichte der aktuellen Ermittlungen und unter dem Gesichtspunkt des Informantenschutzes neu bewerten", erklärte Künast. Dies sei nun Sache der Rechtstellungskommission des Bundestages, des Rechtsausschuss und des Ältestenrates.
So ganz klar scheint dies einigen aber bisher nicht gewesen zu sein. Eine Überprüfung dieser Praxis forderte beispielsweise die Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag, die Grünen-Politikerin Renate Künast: "Überall wo Daten gespeichert werden, besteht auch Missbrauchsgefahr." "Es stellt sich die Frage, ob und wie die Staatsmacht da ran kann. Und es gibt Missbrauchsmöglichkeiten", erklärte auch Wolfgang Kubicki, FDP-Vize und Fraktionschef im schleswig-holsteinischen Landtag.
Dieser verwies auf ein weiteres Problem: Mit der freien und geschützten Abgeordnetentätigkeit, auch im Umgang mit Informanten, sei diese Praxis nicht zu vereinbaren. Kubicki forderte den Bundestag daher auf, eine Regelung nach dem Vorbild des Landesparlamentes in Kiel anzuwenden, bei dem der Datenverkehr der Abgeordneten und der der Mitarbeiter über getrennte Server liefen und es keine Datenspeicherung für die Abgeordneten gebe, während die Beschäftigten der Überwachung unterliegen.
Das Thema kam aktuell im Zuge der Ermittlungen gegen den SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy zum Tragen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, im Zusammenhang mit den Edathy-Untersuchungen, die Möglichkeit einer Auswertung von dessen Bundestags-IT-Daten. "Wir müssen die Speicherung im Lichte der aktuellen Ermittlungen und unter dem Gesichtspunkt des Informantenschutzes neu bewerten", erklärte Künast. Dies sei nun Sache der Rechtstellungskommission des Bundestages, des Rechtsausschuss und des Ältestenrates.
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Home Assistant 2026.9 :: Viele neue Details - sowie 13 neue Integratio
d-hubs - Gestern 18:02 Uhr -
Problem mit Zugriff auf Microsoft Dienste/ Anwendungen
Justuv - Gestern 17:35 Uhr -
LibreOffice News: V 26.2.6 steht nun zum Download bereit
d-hubs - Gestern 05:23 Uhr -
"Windows 11 macht mich langsam wahnsinnig aber was macht ihr aben
Mannitwo - Vorgestern 17:23 Uhr -
ODF statt Lock-in: Wer kontrolliert wirklich unsere Dokumente?
d-hubs - 05.09. 22:46 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen