Fox klagt Simpsons-Portalbetreiber in die Pleite
Der US-Sender Fox hat das Bundesgericht in Kanada dazu gebracht, einer der bisher höchsten Schadensersatzforderungen stattzugeben. Diese richteten sich gegen den Betreiber einer Webseite zur Zeichentrick-Serie "The Simpsons".
Der Angeklagte stellte die beiden Angebote "Watch The Simpsons Online" und "Watch Family Guy Online" zur Verfügung. Die Portale wurden 2008 beziehungsweise 2009 gestartet. Auf den Seiten waren die Player von externen Anbietern eingebunden, über die Nutzer die jeweiligen Folgen der Serien The Simpsons und Family Guy online ansehen konnten.
Die beiden Angebote brachten es in der Zeit ihres Bestehens immerhin auf rund 87 Millionen Zugriffe, wodurch sie letztlich auch Fox nicht verborgen blieben. Der TV-Sender verfügt über die Rechte an beiden Produktionen. Allerdings wurden die Seiten schon in den letzten Jahren mehrfach juristisch angegriffen und mussten auf andere Hoster ausweichen, berichtete das Magazin TorrentFreak.
Einige Zeit war es zwar ruhig, doch dann reichte Fox im letzten Jahr Klage ein. Es folgte eine Hausdurchsuchung beim Betreiber und die Angebote wurden erneut stillgelegt. Dieser war sich wohl im Klaren darüber, dass er im Grunde keine Chance hat, dem finanzkräftigen US-Fernsehsender in einem kostenintensiven Verfahren Paroli zu bieten, und versuchte gar nicht erst, sich einen Anwalt zu nehmen und zu verteidigen. In Abwesenheit wurde er daraufhin zur Zahlung von umgerechnet rund 7 Millionen Euro Schadensersatz, 55.000 Euro Verfahrenskosten und 346.000 Euro Geldbuße verurteilt.
Das ist die höchste Summe, die ein kanadisches Gericht bisher in einem Prozess um Urheberrechtsverletzungen verhängte. Und dies, obwohl der Angeklagte die Inhalte gar nicht selbst hostete. Das Gericht bewertete das Einbinden der Player aber wohl so, dass er sich die geschützten Inhalte zu Eigen machte.
Dass er sich gar nicht erst versuchte, zu verteidigen, begründete der Seitenbetreiber damit, dass das Verfahren ihn so oder so finanziell ruiniert hätte. Wenn er ein milderes Urteil hätte herausschlagen können, wären er und seine Familie trotzdem nicht in Ruhe gelassen worden und es wäre ein weiteres nervenaufreibendes Berufungsverfahren zu erwarten gewesen. "Wie es ein Anwalt ausdrückte: 'Sie schießen mit Nuklearwaffen auf Fliegen'", sagte der Mann gegenüber dem Magazin.
So wie es nun gelaufen ist, sei wahrscheinlich die einzige Möglichkeit gewesen, das allerschlimmste für sein Leben zu verhindern. Er erklärte, den Nutzern zu wünschen, dass die großen Medienkonzerne ihnen endlich geben, was sie wollen - nämlich die Möglichkeit, die Videos weltweit einfach und schnell als Stream abrufen zu können. Er selbst plant nun, in Privatinsolvenz zu gehen und möglichst bald einen Neuanfang zu machen.
Die beiden Angebote brachten es in der Zeit ihres Bestehens immerhin auf rund 87 Millionen Zugriffe, wodurch sie letztlich auch Fox nicht verborgen blieben. Der TV-Sender verfügt über die Rechte an beiden Produktionen. Allerdings wurden die Seiten schon in den letzten Jahren mehrfach juristisch angegriffen und mussten auf andere Hoster ausweichen, berichtete das Magazin TorrentFreak.
Einige Zeit war es zwar ruhig, doch dann reichte Fox im letzten Jahr Klage ein. Es folgte eine Hausdurchsuchung beim Betreiber und die Angebote wurden erneut stillgelegt. Dieser war sich wohl im Klaren darüber, dass er im Grunde keine Chance hat, dem finanzkräftigen US-Fernsehsender in einem kostenintensiven Verfahren Paroli zu bieten, und versuchte gar nicht erst, sich einen Anwalt zu nehmen und zu verteidigen. In Abwesenheit wurde er daraufhin zur Zahlung von umgerechnet rund 7 Millionen Euro Schadensersatz, 55.000 Euro Verfahrenskosten und 346.000 Euro Geldbuße verurteilt.
Das ist die höchste Summe, die ein kanadisches Gericht bisher in einem Prozess um Urheberrechtsverletzungen verhängte. Und dies, obwohl der Angeklagte die Inhalte gar nicht selbst hostete. Das Gericht bewertete das Einbinden der Player aber wohl so, dass er sich die geschützten Inhalte zu Eigen machte.
Dass er sich gar nicht erst versuchte, zu verteidigen, begründete der Seitenbetreiber damit, dass das Verfahren ihn so oder so finanziell ruiniert hätte. Wenn er ein milderes Urteil hätte herausschlagen können, wären er und seine Familie trotzdem nicht in Ruhe gelassen worden und es wäre ein weiteres nervenaufreibendes Berufungsverfahren zu erwarten gewesen. "Wie es ein Anwalt ausdrückte: 'Sie schießen mit Nuklearwaffen auf Fliegen'", sagte der Mann gegenüber dem Magazin.
So wie es nun gelaufen ist, sei wahrscheinlich die einzige Möglichkeit gewesen, das allerschlimmste für sein Leben zu verhindern. Er erklärte, den Nutzern zu wünschen, dass die großen Medienkonzerne ihnen endlich geben, was sie wollen - nämlich die Möglichkeit, die Videos weltweit einfach und schnell als Stream abrufen zu können. Er selbst plant nun, in Privatinsolvenz zu gehen und möglichst bald einen Neuanfang zu machen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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