Samsung legt Handy- & Kamera-Sparten zusammen

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung legt seine Sparten für Wireless-Produkte und Digital Imaging zusammen. Das Unternehmen will die dadurch entstehenden Synergien nutzen, um sich einen Vorteil bei Smartphone-Kameras und Digitalkameras mit Wireless-Funktionen zu sichern.
Android, Samsung Galaxy Camera, Smart Camera
Samsung
Laut dem koreanischen Branchendienst ETNews hat Samsung die Zusammenlegung der Abteilungen für Digital Imaging und Wireless Solutions bereits am 11. Dezember vollzogen. Ab sofort gehört die Kamera-Division somit zur Handy-Sparte des Unternehmens. Dies betrifft die Marken, die Vertriebsorganisation, die Software-Entwicklung die die Fertigungseinrichtungen.

In einer Stellungnahme erklärte Samsung, dass man das technische Know-How der beiden Sparten künftig kombinieren und effektiver nutzen will. Daraus sollen sich neue Kompetenzen ergeben, mit denen sich Samsung im Smartphone-Bereich durch innovative Produkte von der Konkurrenz absetzen will.

Gleichzeitig will man innerhalb kürzester Zeit zum führenden Anbieter von spiegellosen Systemkameras aufsteigen, wobei die Erfahrung mit Wireless-Technologien entscheidende Vorteile bringen soll. Für Samsung ist sicherlich auch die zunehmende Verschmelzung von Kameras und Smartphones von Bedeutung, denn seit Jahren sinken die Verkaufszahlen von Digitalkameras, weil Mobiltelefone von den Kunden immer stärker zum Fotografieren genutzt werden.

Samsung hat im Konkurrenzkampf im Smartphone-Markt jedoch ein Problem. Die Verfügbarkeit von Bauelementen für optische Bildstabilisatoren (OIS) ist derzeit noch zu gering, so dass man bei den jüngsten Flaggschiff-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S4 und Galaxy Note 3 auf die Integration eines OIS verzichtet. Alternativ setzt man laut früheren Berichten verstärkt auf höchst leistungsfähige Bildsensoren, doch der Verzicht auf einen Bildstabilisator ist ein entscheidender Nachteil.

Während Konkurrenten wie LG und besonders Nokia bei ihren High-End-Smartphones aufgrund von Eigenentwicklungen und der verlässlichen Lieferbarkeit von Komponente in geringeren Mengen mit Bildstabilisatoren arbeiten und so Kunden gewinnen können, kann Samsung dem wegen der schieren Masse an verkauften Geräten nichts entgegensetzen. Hier hat die Konkurrenz, die mit geringeren Liefermengen auskommt, weil sie weniger Geräte verkauft, derzeit einen Vorteil.
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