100% Glasfaser-Ausbau würde 93 Mrd. € kosten
Der flächendeckende Ausbau einer Glasfaser-Infrastruktur würde ein staatlich finanziertes Infrastruktur-Projekt voraussetzen, da die Investitionen von der privaten Wirtschaft kaum zu stemmen sind.
Das ist das Ergebnis einer Analyse, die vom TÜV Rheinland und der Technischen Universität Dresden durchgeführt wurde und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt. Um vom jetzigen Stand der Netzwerke dahin zu kommen, dass bundesweit in jedem Haushalt ein Glasfaser-Anschluss zur Verfügung steht, würden demnach bis zu 93 Milliarden Euro benötigt.
Deutlich günstiger wären hingegen die bisherigen Breitband-Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Wenn alle Haushalte mit "schnellem Internet" versorgt werden sollen - wofür hier eine Bandbreite im Downstream von mindestens 50 Megabit pro Sekunde veranschlagt wird - müssten noch mindestens 20 Milliarden Euro investiert werden.
Die Basis der Untersuchung bildet das Ende des vergangenen Jahres. Damals konnten bereits 55 Prozent der Haushalte in Deutschland mit entsprechenden Internet-Anbindungen versorgt werden. Hier waren also entweder VDSL, ein entsprechender TV-Kabelanschluss oder eine vergleichbare Technologie verfügbar.
Allerdings konnte nicht davon ausgegangen werden, dass die Erschließung der verbleibenden 45 Prozent einfach linear weitergehen kann. Denn die Kosten steigen - und dies teils in Bereiche, die nicht besonders wirtschaftlich sind. So wurden bisher beispielsweise in städtischen Gebieten mit vergleichsweise geringen Investitionen sehr schnell viele potenzielle Kunden erreicht. Es wären allerdings erheblich größere Investitionen notwendig, um die Infrastruktur auch tief in die ländlichen Räume zu bringen, wo dann aber nur wenige potenzielle Kunden erreicht werden und die Ausgaben so kaum mehr wieder hereinkommen.
So kostet es laut der Analyse lediglich 5 Milliarden Euro, die 50-Mbit-Quote von den aktuell 55 Prozent auf 75 Prozent anzuheben. Weitere 20 Prozentpunkte bis zur 95-Prozent-Marke würden dann bereits 7 Milliarden Euro kosten. Weitere 8 Milliarden Euro müssten dann investiert werden, um die letzten 5 Prozent zu versorgen - denn bei ihnen handelt es sich um Haushalte, die sich zusammen auf einem Drittel der Fläche Deutschlands verteilen.
Heruntergebrochen auf den einzelnen Haushalt belaufen sich die benötigten Investitionen bis zur 75-Prozent-Marke auf rund 660 Euro je Haushalt. Für den Anschluss der letzten 5 Prozent währen dann hingegen bereits jeweils 3.850 Euro nötig, die allein mit den normalen Gebühren für einen VDSL-Anschluss quasi nicht wieder hereinzuholen wären. Daher bedarf es letztlich des politischen Willens und des Einsatzes staatlicher Mittel, um eine flächendeckende Versorgung hinzubekommen, so die Einschätzung.
Deutlich günstiger wären hingegen die bisherigen Breitband-Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Wenn alle Haushalte mit "schnellem Internet" versorgt werden sollen - wofür hier eine Bandbreite im Downstream von mindestens 50 Megabit pro Sekunde veranschlagt wird - müssten noch mindestens 20 Milliarden Euro investiert werden.
Die Basis der Untersuchung bildet das Ende des vergangenen Jahres. Damals konnten bereits 55 Prozent der Haushalte in Deutschland mit entsprechenden Internet-Anbindungen versorgt werden. Hier waren also entweder VDSL, ein entsprechender TV-Kabelanschluss oder eine vergleichbare Technologie verfügbar.
Allerdings konnte nicht davon ausgegangen werden, dass die Erschließung der verbleibenden 45 Prozent einfach linear weitergehen kann. Denn die Kosten steigen - und dies teils in Bereiche, die nicht besonders wirtschaftlich sind. So wurden bisher beispielsweise in städtischen Gebieten mit vergleichsweise geringen Investitionen sehr schnell viele potenzielle Kunden erreicht. Es wären allerdings erheblich größere Investitionen notwendig, um die Infrastruktur auch tief in die ländlichen Räume zu bringen, wo dann aber nur wenige potenzielle Kunden erreicht werden und die Ausgaben so kaum mehr wieder hereinkommen.
So kostet es laut der Analyse lediglich 5 Milliarden Euro, die 50-Mbit-Quote von den aktuell 55 Prozent auf 75 Prozent anzuheben. Weitere 20 Prozentpunkte bis zur 95-Prozent-Marke würden dann bereits 7 Milliarden Euro kosten. Weitere 8 Milliarden Euro müssten dann investiert werden, um die letzten 5 Prozent zu versorgen - denn bei ihnen handelt es sich um Haushalte, die sich zusammen auf einem Drittel der Fläche Deutschlands verteilen.
Heruntergebrochen auf den einzelnen Haushalt belaufen sich die benötigten Investitionen bis zur 75-Prozent-Marke auf rund 660 Euro je Haushalt. Für den Anschluss der letzten 5 Prozent währen dann hingegen bereits jeweils 3.850 Euro nötig, die allein mit den normalen Gebühren für einen VDSL-Anschluss quasi nicht wieder hereinzuholen wären. Daher bedarf es letztlich des politischen Willens und des Einsatzes staatlicher Mittel, um eine flächendeckende Versorgung hinzubekommen, so die Einschätzung.
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Christian Kahle
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