Silkroad: Polizei enttarnt nun reihenweise Dealer
Nach der Schließung des Drogen-Online-Shops Silkroad konnten die Ermittler nun auch die ersten Nutzer der Plattform identifizieren. Bisher gab es nach Behördenangaben acht Festnahmen in den USA, Großbritannien und Schweden.
Die Platform stellte bis zu ihrer Stilllegung den Kontakt zwischen Dealern und Käufern illegaler Drogen her. Im Grunde funktionierte das Prinzip wie eBay, allerdings sollten die Transaktionen durch die Tarnung der Seite über den Anonymisierungs-Dienst Tor und die Bezahlung mit der Online-Währung Bitcoin möglichst anonym erfolgen, um die Beteiligten vor dem Zugriff von Behörden zu schützen.
Allerdings haben die Ermittler durchaus Schwachstellen gefunden, über die sie nun Rückschlüsse auf die Nutzer der Plattform ziehen können. Eine besondere Rolle spielt dabei das Bitcoin-System. Dieses bietet zwar eine gewisse Anonymität, wenn es um den Austausch zwischen normalen Nutzern geht. Mit den Möglichkeiten, die staatlichen Institutionen zur Verfügung stehen, können User aber durchaus ausfindig gemacht werden.
Dies hat seine Grundlage darin, dass Transaktionen der Währung öffentlich protokolliert sind. Wenn nun also eine Transaktion über Silkroad zu einem bestimmten, aber noch nicht identifizierten Nutzer zurückverfolgt werden kann, nehmen sich die Ermittler auch alle anderen Vorgänge, die mit dessen Signatur gekennzeichnet sind vor. An irgendeiner Stelle ergibt sich dann meist ein Ansatz, mit denen die Identität festgestellt werden kann - etwa wenn dieser auch an anderer Stelle mit Bitcoins eine Ware bezahlt hat und sich diese zuschicken ließ. Insofern bietet das System keinesfalls eine vergleichbare Anonymität wie Bargeld.
Bei den Festgenommenen soll es sich bisher allerdings ausschließlich um Anbieter handeln. Vier Verhaftungen gehen dabei auf das Konto der britischen Polizei. Jeweils zwei Personen wurden in den USA und in Schweden festgenommen. Ein Beschuldigter aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington wird dabei als einer der Top-Verkäufer auf Silkroad geführt.
Vor allem für die britische National Crime Agency (NCA) stellen die Verhaftungen einen besonderen Erfolg dar. Immerhin nahm diese Stelle offiziell erst am Montag ihre Arbeit auf. Sie wurde aus den Polizeieinheiten zusammengestellt, die bisher die organisierte Kriminalität und Internet-Kriminalität verfolgten und durch Teile des Grenzschutzes verstärkt.
"Die Verhaftungen senden eine klare Botschaft an Kriminelle: Das unsichtbare Internet ist nicht unsichtbar und eure Anonymität ist nicht anonym. Wir wissen, wo ihr seid, was ihr tut und wir werden euch kriegen", sagte NCA-Generaldirektor Keith Bristow. Es sei für die Täter nahezu unmöglich, alle digitalen Spuren komplett zu verwischen und jeder noch so kleine Fehler bringe die Ermittler einen Schritt näher an sie heran. "Die letzten Verhaftungen sind nur der Anfang, es werden noch viele folgen", so Bristow.
Allerdings haben die Ermittler durchaus Schwachstellen gefunden, über die sie nun Rückschlüsse auf die Nutzer der Plattform ziehen können. Eine besondere Rolle spielt dabei das Bitcoin-System. Dieses bietet zwar eine gewisse Anonymität, wenn es um den Austausch zwischen normalen Nutzern geht. Mit den Möglichkeiten, die staatlichen Institutionen zur Verfügung stehen, können User aber durchaus ausfindig gemacht werden.
Dies hat seine Grundlage darin, dass Transaktionen der Währung öffentlich protokolliert sind. Wenn nun also eine Transaktion über Silkroad zu einem bestimmten, aber noch nicht identifizierten Nutzer zurückverfolgt werden kann, nehmen sich die Ermittler auch alle anderen Vorgänge, die mit dessen Signatur gekennzeichnet sind vor. An irgendeiner Stelle ergibt sich dann meist ein Ansatz, mit denen die Identität festgestellt werden kann - etwa wenn dieser auch an anderer Stelle mit Bitcoins eine Ware bezahlt hat und sich diese zuschicken ließ. Insofern bietet das System keinesfalls eine vergleichbare Anonymität wie Bargeld.
Bei den Festgenommenen soll es sich bisher allerdings ausschließlich um Anbieter handeln. Vier Verhaftungen gehen dabei auf das Konto der britischen Polizei. Jeweils zwei Personen wurden in den USA und in Schweden festgenommen. Ein Beschuldigter aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington wird dabei als einer der Top-Verkäufer auf Silkroad geführt.
Vor allem für die britische National Crime Agency (NCA) stellen die Verhaftungen einen besonderen Erfolg dar. Immerhin nahm diese Stelle offiziell erst am Montag ihre Arbeit auf. Sie wurde aus den Polizeieinheiten zusammengestellt, die bisher die organisierte Kriminalität und Internet-Kriminalität verfolgten und durch Teile des Grenzschutzes verstärkt.
"Die Verhaftungen senden eine klare Botschaft an Kriminelle: Das unsichtbare Internet ist nicht unsichtbar und eure Anonymität ist nicht anonym. Wir wissen, wo ihr seid, was ihr tut und wir werden euch kriegen", sagte NCA-Generaldirektor Keith Bristow. Es sei für die Täter nahezu unmöglich, alle digitalen Spuren komplett zu verwischen und jeder noch so kleine Fehler bringe die Ermittler einen Schritt näher an sie heran. "Die letzten Verhaftungen sind nur der Anfang, es werden noch viele folgen", so Bristow.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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