Streit um Geld: Unitymedia schaltet den NDR ab
Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia sorgt derzeit bei seinen Kunden in Nordrhein-Westfalen für Unmut. Dort wurde die Übertragung des öffentlich-rechtlichen Senders NDR im analogen Kabelnetz gestoppt.
Hintergrund dessen ist eine Auseinandersetzung des Unternehmens mit den Sendeanstalten um Gebühren für die Durchleitung der Programme. Unitymedia will dafür kassieren, dass die Sender in ihr Netz eingespeist werden. Die Öffentlich-Rechtlichen wollen allerdings nicht zahlen und berufen sich darauf, dass das Unternehmen bereits von seinen Kunden entsprechende Gebühren einnehme und jetzt doppelt abkassieren will.
Das Hauptprogramm der ARD und ihren Regionalsender WDR darf Unitymedia in Nordrhein-Westfalen nicht aus dem Angebot werfen. Eine Pflicht zur Bereitstellung des NDR besteht allerdings nicht. Dies nutzte der Kabelnetzbetreiber nun als Druckmittel aus. Statt dem Sender aus dem Norden bekommen die Nutzer an der gleichen Stelle nun den Nischensender ProSieben Maxx gezeigt.
Viele Nutzer sollen mit Verärgerung auf die Umstellung in der vergangenen Woche reagiert haben. Der NDR berichtet von über tausend Anrufen und E-Mails, in denen sich Zuschauer darüber beschwerten, dass sie den Sender nicht mehr empfangen können. "Vielen Menschen, die hier anrufen, geht es wie uns: Sie verstehen die Entscheidung ihres Kabelbetreibers nicht", sagt Friedrich Pfundner, Leiter der Abteilung Allgemeine Dienste im NDR.
Rund 30 Prozent der Haushalte mit Kabelempfang in dem Bundesland sollen von dem Problem betroffen sein. Bisher schalteten laut der Marktforschung rund 480.000 Zuschauer täglich über analoges Kabel auf den NDR, wovon rund 70 Prozent Kunden bei Unitymedia sein sollen.
Betroffene haben derzeit im Grunde nur die Chance, auf einen alternativen Verbreitungsweg zuzugreifen. Im digitalen Kabelangebot von Unitymedia bleibt der Sender beispielsweise empfangbar. Alternativ wären Satellit, DVB-T sowie IPTV Optionen. Beim NDR hofft man allerdings noch, dass der Netzbetreiber seine Entscheidung noch einmal überdenkt.
Das Hauptprogramm der ARD und ihren Regionalsender WDR darf Unitymedia in Nordrhein-Westfalen nicht aus dem Angebot werfen. Eine Pflicht zur Bereitstellung des NDR besteht allerdings nicht. Dies nutzte der Kabelnetzbetreiber nun als Druckmittel aus. Statt dem Sender aus dem Norden bekommen die Nutzer an der gleichen Stelle nun den Nischensender ProSieben Maxx gezeigt.
Viele Nutzer sollen mit Verärgerung auf die Umstellung in der vergangenen Woche reagiert haben. Der NDR berichtet von über tausend Anrufen und E-Mails, in denen sich Zuschauer darüber beschwerten, dass sie den Sender nicht mehr empfangen können. "Vielen Menschen, die hier anrufen, geht es wie uns: Sie verstehen die Entscheidung ihres Kabelbetreibers nicht", sagt Friedrich Pfundner, Leiter der Abteilung Allgemeine Dienste im NDR.
Rund 30 Prozent der Haushalte mit Kabelempfang in dem Bundesland sollen von dem Problem betroffen sein. Bisher schalteten laut der Marktforschung rund 480.000 Zuschauer täglich über analoges Kabel auf den NDR, wovon rund 70 Prozent Kunden bei Unitymedia sein sollen.
Betroffene haben derzeit im Grunde nur die Chance, auf einen alternativen Verbreitungsweg zuzugreifen. Im digitalen Kabelangebot von Unitymedia bleibt der Sender beispielsweise empfangbar. Alternativ wären Satellit, DVB-T sowie IPTV Optionen. Beim NDR hofft man allerdings noch, dass der Netzbetreiber seine Entscheidung noch einmal überdenkt.
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Christian Kahle
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