Touch-Notebooks & Convertibles laufen nicht so gut

Die Verkaufszahlen neuer Notebook-Modelle mit Touchscreens liegen derzeit noch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nicht viel besser sieht es bei den so genannten Convertibles aus, also der Mischform auf Notebook und Tablet.
Laptop, Convertible, Dell Inspiron Duo
Dell
Das geht aus Berichten des taiwanischen Branchenmagazins DigiTimes hervor, die sich auf Quellen bei Auftragsherstellern berufen. Im Grunde gibt es hierfür zwei wesentliche Ursachen, die jeweils für eine der beiden Produkt-Kategorien den Schwerpunkt bilden.

Bei den Convertibles ist es vor allem der Preis. Seit der Einführung von Windows 8 hat faktische jeder größere Hersteller mindestens ein oder zwei entsprechende Geräte auf den Markt gebracht und die Zahl der in Entwicklung befindlichen Produkte steigt kontinuierlich. Allerdings liegen die Anschaffungskosten für ein 15-Zoll-Gerät in der Regel klar über tausend Dollar, wodurch die Systeme eher im Premium-Bereich angesiedelt sind und sich letztlich nicht in großen Stückzahlen verkaufen lassen.

Aber auch die Mischform aus zwei Geräteklassen ist in Kombination mit dem Preis ein Problem. So wissen die meisten Anwender hinsichtlich ihrer Nutzungsgewohnheiten recht genau, ob ein Notebook oder ein Tablet zu ihnen passt. Sie sehen es dann nicht ein, noch einen ordentlichen Aufschlag zu bezahlen, damit ihr Gerät auch Funktionen mitbringt, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Bei den Tablet-Käufern kommt hinzu, dass die Convertibles nicht mit der Flachheit und Leichtigkeit ihrer Wunsch-Systeme mithalten können.

Während hier also noch ein dickes Fragezeichen hinter den Aussichten steht, ob diese Produkte je ein größeres Publikum erreichen, haben Notebooks mit Touchscreen ein ganz anderes Problem. Diese müssen sich erst einmal gegen ältere Laptops behaupten, die von den Händlern teils mit großzügigen Preisnachlässen abgegeben werden.

Auch aufgrund der Absatzkrise im PC-Markt sammelten sich in den Lagern größere Mengen an Rechnern mit Ivy Bridge-CPUs an. Diese werden nun teilweise um bis zu 30 Prozent reduziert abverkauft. Um die Systeme auch loszuwerden, haben einige große Ketten die Werbung für die neuen Notebooks mit Intels Haswell-Chips und Touchscreens erst einmal verschoben.

Hinzu kommt, dass sich vielen Anwendern der Vorteil einer Berührungssteuerung am Notebook noch nicht erschließt. Denn Anwendungen, die hieraus tatsächlich spürbare Vorteile ziehen, sind noch kaum vorhanden. Vom ersten zum zweiten Quartal dieses Jahres ist der Anteil von Touchscreen-Modellen bei neuen Notebooks so zwar bereits von 10 auf 15 bis 20 Prozent gestiegen. Doch nun ist mit einer Stagnation der Entwicklung zu rechnen, währen die Händler bisher davon ausgingen, dass der Anteil in den kommenden zwei Quartalen auf 30 bis 40 Prozent steigt.
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