Viele Deutsche beharren auf Büchern aus Papier
Der E-Book-Markt scheint auch in Deutschland an Fahrt zu gewinnen. Allerdings gibt es noch immer viele Nutzer, die dieser Publikationsform völlig ablehnend gegenüberstehen.
Laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels haben sich im vergangenen Jahr 2,4 Millionen Menschen in Deutschland mindestens ein E-Book gekauft. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr, wo es erst rund eine Million war, mehr als verdoppelt.
Verbraucher, die sich nur ein E-Book pro Jahr kaufen, sind allerdings recht selten. Der Durchschnitt bei allen Kunden des digitalen Buchmarktes liegt den Angaben zufolge bei 5,5 erworbenen Exemplaren. Wie die Macher der Studie mitteilten, wurde dabei ein durchschnittlicher Verkaufspreis von 7,72 Euro erzielt.
Immerhin 40 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnen E-Books derzeit noch generell ab und gaben an, sich Bücher auch zukünftig ausschließlich auf Papier gedruckt kaufen zu wollen. Der Anteil der harten Nostalgiker schwankt allerdings, wenn man verschiedene Sparten betrachtet. So gaben nur 2 Prozent der Verbraucher an, Kindern eine Geschichte lieber aus dem E-Book vorlesen zu wollen, 72 Prozent präferieren hier die gedruckte Form.
Deutlich anders sieht es beispielsweise bei Reiseführern aus: Hier bevorzugen inzwischen 14 Prozent eine digitale Ausgabe - wohl weil man diese bequemer dabeihaben und notfalls auch auf dem Smartphone einen Tipp nachschlagen kann. Dicht auf liegen mit 13 Prozent Ratgeber-Bücher.
Normalisiert hat sich bei den E-Book-Käufern inzwischen das Geschlechterverhältnis im Vergleich zum normalen Buchmarkt. Im Jahr 2011 lagen die Männer hier mit 51 Prozent noch leicht vorn, was nicht der Situation auf dem klassischen Buchmarkt entspricht. Inzwischen sind in beiden Welten mit 53 Prozent die Frauen wieder knapp vorne.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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