Noam Chomsky lobt PRISM-Informanten Snowden
Der US-amerikanische Intellektuelle Noam Chomsky hat den Whistleblower Edward Snowden, der Details über das Überwachungsprogramm PRISM aufdeckte, im Gespräch mit der Wochenzeitung Die Zeit in Schutz genommen.
"Edward Snowden hat getan, was er tun musste: Er hat die Öffentlichkeit darüber informiert, dass sie abgehört wird", sagte Chomsky. Snowden arbeitete eine Zeitlang als Auftragnehmer des US-Geheimdienstes NSA, wodurch er Einblick in einige Überwachungsprogramme erhielt. Informationen darüber brachte er nun an die Öffentlichkeit und hält sich seitdem außerhalb der USA auf.
Von der Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert er, dass sie im Gespräch mit US-Präsident Barack Obama ein Ende der Überwachung der US-amerikanischen Bürger verlangt. Jeder, der an "Freiheit und Demokratie glaubt", sollte dies fordern, sagte Chomsky. Doch "leider muss man davon ausgehen", so Chomsky weiter, "dass jede Regierung alle technischen Mittel nutzt, um möglichst viel von ihren Bürgern in Erfahrung zu bringen und sie zu kontrollieren". Daher müsse die Forderung der Nicht-Überwachung an beinahe jede Regierung der Welt gerichtet sein. "Leider haben nur wenige den Mut dazu", findet der 84-Jährige.
Kritik übt Noam Chomsky auch an den weltweiten Drohneneinsätzen der US-Regierung. Obama solle aufhören, "weltweit eine Maschinerie zur Erzeugung von Terroristen zu betreiben. (…) Jeder Zivilist, der von einer US-Drohne getötet wird, erzeugt neue Terroristen", so Chomsky.
Chomsky ist Sprachwissenschaftler und setzte sowohl in seinem Fachbereich als auch in dessen Verbindung zur Informatik wichtige Impulse. Er ist noch immer am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) tätig. Außerdem ist Chomsky seit dem Vietnamkrieg einer der bekanntesten Kritiker der US-Außenpolitik und wurde aufgrund seiner philosophisch-politischen Arbeiten quasi die gesamten 1980er Jahre hindurch als die meistzitierte lebende Person der Welt geführt.
Von der Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert er, dass sie im Gespräch mit US-Präsident Barack Obama ein Ende der Überwachung der US-amerikanischen Bürger verlangt. Jeder, der an "Freiheit und Demokratie glaubt", sollte dies fordern, sagte Chomsky. Doch "leider muss man davon ausgehen", so Chomsky weiter, "dass jede Regierung alle technischen Mittel nutzt, um möglichst viel von ihren Bürgern in Erfahrung zu bringen und sie zu kontrollieren". Daher müsse die Forderung der Nicht-Überwachung an beinahe jede Regierung der Welt gerichtet sein. "Leider haben nur wenige den Mut dazu", findet der 84-Jährige.
Kritik übt Noam Chomsky auch an den weltweiten Drohneneinsätzen der US-Regierung. Obama solle aufhören, "weltweit eine Maschinerie zur Erzeugung von Terroristen zu betreiben. (…) Jeder Zivilist, der von einer US-Drohne getötet wird, erzeugt neue Terroristen", so Chomsky.
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