Ausbildungs-Misere:
Informatiker schlagen Alarm
Europa droht aufgrund fehlender Fachkräfte in der Informatik den Anschluss an die technische Entwicklung zu verlieren. Zu diesem Fazit kommt die Association for Computing Machinery (ACM).
Die weltweit agierenden Informatikfachgesellschaft stellte nach einer Untersuchung fest, dass zwar Anfang der 1970er- und 1980er-Jahre einige Anstrengungen zur Einführung von Inhalten der Informatik und der allgemeinen informatischen Bildung in schulische Lehrpläne und universitäre Curricula unternommen worden seien, mittlerweile aber in etlichen Ländern diese Bestrebungen wieder nachgelassen haben, ja zum Teil sogar rückgängig gemacht wurden.
Eine solche Entwicklung sei jedoch höchst unverantwortlich, denn andere Länder bilden ihre Schüler in der Informatik bedeutend gründlicher aus. "Keine angemessene Informatikausbildung anzubieten, bedeutet, dass Europa seiner neuen Generation von Bürgern in der Bildung wie auch wirtschaftlich schadet", heißt es in dem Bericht.
Bereits im Jahr 2010 hatte die deutsche Gesellschaft für Informatik (GI) in ähnlichen Untersuchungen, beispielsweise einer vergleichende Studie zum Informatikunterricht in den 16 Bundesländern die kritische Situation in Deutschland analysiert und kam zu ähnlichen Ergebnissen. Deshalb unterstütze man auch Empfehlungen der ACM in vollem Umfang.
"Aufgrund unnötig langwieriger Diskussionen um Stundentafeln in den Ländern und aus Ignoranz bezüglich der Bedeutung und Zukunftsrelevanz informatischer Bildung auch im Primär- und Sekundärbereich wird am IT-Standort Deutschland der Anschluss verpasst. Wir müssen aufwachen und die Informatik als wichtiges Bildungsgut für Kinder und Jugendliche endlich wirklich fördern", erklärte GI-Präsident Oliver Günther.
Auf Grundlage ihrer Untersuchung schlägt die ACM vor, dass alle Schüler eine informatische Grundbildung erfahren sollten - und dies früh beginnend bis zu einer Beherrschung der grundlegenden Konzepte spätestens im Alter von 12 Jahren. Dieser Unterricht sollte demnach nicht nur Fähigkeiten vermitteln, sondern auch die Grundsätze und Techniken ihres effektiven und ethischen Einsatzes.
Weiterhin wird Informatik als eigenständiges Pflichtfach für alle Schüler empfohlen, auch aufgrund der Anwendbarkeit der informatischen Kompetenzen in anderen Disziplinen. Um dies zu ermöglichen muss nach Ansicht der ACM eine groß angelegte Lehrerausbildung dringend begonnen werden. Um diesen Prozess kurzfristig anzustoßen, sollten kreative Lösungen entwickelt werden, bei denen Lehrer mit Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie zusammengebracht werden, hieß es.
Eine solche Entwicklung sei jedoch höchst unverantwortlich, denn andere Länder bilden ihre Schüler in der Informatik bedeutend gründlicher aus. "Keine angemessene Informatikausbildung anzubieten, bedeutet, dass Europa seiner neuen Generation von Bürgern in der Bildung wie auch wirtschaftlich schadet", heißt es in dem Bericht.
Bereits im Jahr 2010 hatte die deutsche Gesellschaft für Informatik (GI) in ähnlichen Untersuchungen, beispielsweise einer vergleichende Studie zum Informatikunterricht in den 16 Bundesländern die kritische Situation in Deutschland analysiert und kam zu ähnlichen Ergebnissen. Deshalb unterstütze man auch Empfehlungen der ACM in vollem Umfang.
"Aufgrund unnötig langwieriger Diskussionen um Stundentafeln in den Ländern und aus Ignoranz bezüglich der Bedeutung und Zukunftsrelevanz informatischer Bildung auch im Primär- und Sekundärbereich wird am IT-Standort Deutschland der Anschluss verpasst. Wir müssen aufwachen und die Informatik als wichtiges Bildungsgut für Kinder und Jugendliche endlich wirklich fördern", erklärte GI-Präsident Oliver Günther.
Auf Grundlage ihrer Untersuchung schlägt die ACM vor, dass alle Schüler eine informatische Grundbildung erfahren sollten - und dies früh beginnend bis zu einer Beherrschung der grundlegenden Konzepte spätestens im Alter von 12 Jahren. Dieser Unterricht sollte demnach nicht nur Fähigkeiten vermitteln, sondern auch die Grundsätze und Techniken ihres effektiven und ethischen Einsatzes.
Weiterhin wird Informatik als eigenständiges Pflichtfach für alle Schüler empfohlen, auch aufgrund der Anwendbarkeit der informatischen Kompetenzen in anderen Disziplinen. Um dies zu ermöglichen muss nach Ansicht der ACM eine groß angelegte Lehrerausbildung dringend begonnen werden. Um diesen Prozess kurzfristig anzustoßen, sollten kreative Lösungen entwickelt werden, bei denen Lehrer mit Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie zusammengebracht werden, hieß es.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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