Apple soll mit Steuertricks Milliarden gespart haben
Heute muss Apple-Chef Tim Cook vor einem Untersuchungsausschuss des US-Senats aussagen, die Vorwürfe gegen das kalifornische Unternehmen sind schwerwiegend: Der Hard- und Software-Hersteller soll Milliarden Dollar Steuergeld durch (legale) Tricks gespart haben.
Wie die US-Tageszeitung New York Times (NYT) berichtet, habe sich Apple mit Hilfe eines besonders komplexen Netzwerks aus Tochtergesellschaften Milliarden Steuerdollar gespart. Laut NYT hätten Ermittler des US-Kongresses nie zuvor eine derartig weitverzweigte und ausgeklügelte Steuerpraxis gesehen.
Für den heutigen Auftritt des Apple-CEOs sagt die Zeitung deshalb eine "möglicherweise explosive Konfrontation" zwischen einer Gruppe von Abgeordneten beider Fraktionen (Republikaner und Demokraten) und Tim Cook voraus. Demnach hätten Ermittlungen ergeben, dass einige Apple-Niederlassungen gar keine Angestellten hätten und von Top-Managern aus den Büros in Cupertino geführt würden.
Steuertricks: Apple-CEO Tim Cook muss heute vor einem Senatsausschuss aussagen
Dabei sei Apple nicht einmal damit zufrieden gewesen, "die Profite in Steueroasen mit geringen Sätzen zu verschieben", so Senator Carl Levin (D), dem Vorsitzenden des Ausschusses. Vielmehr habe das kalifornische Unternehmen "den Heiligen Gral der Steuervermeidung" gesucht und auch gefunden, da es gelang, "Offshore-Entitäten zu erschaffen, auf denen Milliardenbeträge im zweistelligen Bereich liegen" und das ohne ordentlichen Steuersitz.
Laut dem Untersuchungsausschuss habe Apple es mit "Tricks" und "Intrigen" geschafft, sich Milliarden von Dollar zu sparen und zwar für die außerhalb der USA erzielten Profite, die nicht ganz zwei Drittel des Apple-Geschäfts ausmachen. Im Zeitraum zwischen 2009 und 2012 soll die Ersparnis mindestens 74 Milliarden Dollar betragen haben, heißt es seitens des Ausschusses.
Ungesetzlich war die Apple-Praxis aber offenbar nicht, zumindest haben die Ermittler keine derartigen Vorwürfe erhoben. "Schuld" sei vielmehr die US-amerikanische Gesetzgebung für Unternehmen, da diese voller Schlupflöcher sei. In diese Richtung wird auch Apple argumentieren und sich für eine entsprechende Reform aussprechen, da die aktuellen Steuergesetze in Zeiten der digitalen und internationalen Wirtschaft nicht mehr zeitgemäß seien. Konsequenzen dürfte der Auftritt von Tim Cook und anderen hochrangigen Managern also nicht haben, in Sachen Image dürfte der US-Konzern am Heimatmarkt aber zumindest einen Lackschaden abbekommen.
Für den heutigen Auftritt des Apple-CEOs sagt die Zeitung deshalb eine "möglicherweise explosive Konfrontation" zwischen einer Gruppe von Abgeordneten beider Fraktionen (Republikaner und Demokraten) und Tim Cook voraus. Demnach hätten Ermittlungen ergeben, dass einige Apple-Niederlassungen gar keine Angestellten hätten und von Top-Managern aus den Büros in Cupertino geführt würden.
Steuertricks: Apple-CEO Tim Cook muss heute vor einem Senatsausschuss aussagen
Dabei sei Apple nicht einmal damit zufrieden gewesen, "die Profite in Steueroasen mit geringen Sätzen zu verschieben", so Senator Carl Levin (D), dem Vorsitzenden des Ausschusses. Vielmehr habe das kalifornische Unternehmen "den Heiligen Gral der Steuervermeidung" gesucht und auch gefunden, da es gelang, "Offshore-Entitäten zu erschaffen, auf denen Milliardenbeträge im zweistelligen Bereich liegen" und das ohne ordentlichen Steuersitz.
Laut dem Untersuchungsausschuss habe Apple es mit "Tricks" und "Intrigen" geschafft, sich Milliarden von Dollar zu sparen und zwar für die außerhalb der USA erzielten Profite, die nicht ganz zwei Drittel des Apple-Geschäfts ausmachen. Im Zeitraum zwischen 2009 und 2012 soll die Ersparnis mindestens 74 Milliarden Dollar betragen haben, heißt es seitens des Ausschusses.
Ungesetzlich war die Apple-Praxis aber offenbar nicht, zumindest haben die Ermittler keine derartigen Vorwürfe erhoben. "Schuld" sei vielmehr die US-amerikanische Gesetzgebung für Unternehmen, da diese voller Schlupflöcher sei. In diese Richtung wird auch Apple argumentieren und sich für eine entsprechende Reform aussprechen, da die aktuellen Steuergesetze in Zeiten der digitalen und internationalen Wirtschaft nicht mehr zeitgemäß seien. Konsequenzen dürfte der Auftritt von Tim Cook und anderen hochrangigen Managern also nicht haben, in Sachen Image dürfte der US-Konzern am Heimatmarkt aber zumindest einen Lackschaden abbekommen.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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