IBM zeigt Rekord-Clip:
"Ein Junge und sein Atom"

Es ist ein Filmchen aus den IBM-Labors, das von sich reden machen wird: 94 Sekunden entlang entführt "Ein Junge und sein Atom" mittels Stop-Motion-Technik in die Welt der Mini-Materie.
Ibm, Atom, Nanotechnologie
Den Forschern gelang mit dem "kleinsten Film der Welt", wie sie ihr Werk nennen, nicht nur ein Stück anrührender Filmgeschichte, sondern nach eigenen Angaben auch ein Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde. Tausende einzelne Atome arrangierten sie unter dem Spezialmikroskop so, dass Einzelaufnahmen entstehen konnten, die anschließend zu dem Clip zusammengefügt wurden.


Das genutzte Rastertunnelmikroskop hat nach IBM-Angaben Nobelpreis-Status, wiegt zwei Tonnen und funktionert bei der Minustemperatur von 268 Grad Celsius. Dann sei es möglich, um den Faktor von mehr als 100 Millionen zu vergrößern und somit einzelne Atome sichtbar zu machen.

Diese wurden dann mithilfe einer superdünnen Nadel, die sich nur einen Nanometer über den Atomen bewegte, zu Bildern angerichtet. 242 Aufnahmen entstanden letztendlich, die mit minimalistischer Musik unterlegt den Rekord-Clip ergaben. IBM hat auch ein Making-Of spendiert:


IBM sieht sich selbst als weltweit führend im Bereich Nanotechnologie. Anwendung kann die Technik etwa bei Speichermedien finden. Zuletzt gelang es den Forschern, ein Bit auf zwölf Atomen zu speichern - zum Vergleich: Bei handelsüblichen Geräten werden derzeit rund eine Millionen Atome benötigt, um ein Bit zu sichern. Speichermedien in Fingernagelgröße nennt IBM als ein Forschungsziel.

Ob "ein Junge und sein Atom" auch eine Fortsetzung bekommt, ist noch offen. Mit Rekorden kennt sich der Konzern jedenfalls gut aus: Supercomputer Watson etwa hat weltweit Schlagzeilen gemacht und nicht nur Computer-Freaks begeistert.
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