Windows 8: Atom-Tablets verspäten sich weiter

Dell und einige andere Hersteller müssen die Einführung ihrer ersten Windows 8-Tablets mit x86-basiertem Intel Atom-Prozessor offenbar wegen Problemen mit einigen Treibern verschieben. Sie haben bisher keine Freigabe durch Microsofts Hardware-Testlabor bekommen.
Asus, Windows 8 Tablet, ASUS Vivo Tab RT
ASUS
Nach Angaben von 'Information Week' haben viele mit dem Intel Atom Z2760 ausgerüstete Tablets mit Windows 8 von Microsoft noch keine WHQL-Zertifizierung erhalten. Die Geräte sind somit noch nicht für Windows 8 zertifiziert. Hintergrund sind angeblich Schwierigkeiten mit der Stabilität der Treiber für die Atom "Clover Trail"-Plattform, so dass diese die Anforderungn der WHQL-Tester nicht erfüllen.

Microsofts Lizenzbedingungen für Windows 8 schreiben allerdings vor, dass die Partner ihre Geräte erfolgreich durch die Windows Hardware Qualität Labs (WHQL) testen lassen müssen, bevor der Verkauf beginnen kann. In den USA sind bisher nur der Samsung ATIV Smart Tab und das Acer Iconia Tab W510 mit Atom-Prozessor und Windows 8 im Handel erhältlich, wenn auch nur in kleinen Stückzahlen. Hierzulande ist auch das ASUS Vivo Tab TF810C zusätzlich verfügbar.

Geräte wie das Dell Latitude 10, das ASUS Vivo Tab Smart und das Lenovo ThinkPad Tablet 2 lassen noch auf sich warten. In den USA nimmt Dell zwar Bestellungen für das Latitude 10 an, kann aber noch nicht liefern, auch wenn dies auf der Website während der Bestellung nicht ersichtlich ist. Für den deutschen Markt nennt Dell ein vorläufiges Lieferdatum Mitte Januar.

Berichte über Verzögerungen durch Treiberprobleme gab es rund um die mit dem Intel Atom Z2760 Dual Core Prozessor ausgerüsteten Tablets mit Windows 8 schon vor einiger Zeit. Ursprünglich sollten die Geräte bereits zur Markteinführung von Windows 8 Ende Oktober auf breiter Front im Handel verfügbar sein, doch noch immer gibt es nur wenige Modelle zur Auswahl.

Generell verlief der Start von Windows 8 bisher alles andere als glatt, gerade wenn man die Verfügbarkeit von Tablets und anderen PCs betrachtet, die speziell für das neue Betriebssystem entwickelt wurden. Microsoft ist damit keineswegs glücklich und sieht die Gründe unter anderem bei den PC-Herstellern, die die Produktion ihrer Produkte nicht früh genug abschließen und anlaufen lassen konnten.
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