Russischer Geheimdienst investiert in Spam-Bots
Der russische Geheimdienst FSB , der Nachfolger des KGB, hat ein eigenes Programm für den Umgang mit Blogs und Social Networks gestartet. Dabei geht es laut einem Bericht der russischen Zeitung 'Kommersant' allerdings keinesfalls nur um die Überwachung solcher Plattformen.
Diese spielt sogar eher eine untergeordnete Rolle - zumindest wenn man nach den Budgets geht, die für die verschiedenen Aktivitäten zur Verfügung stehen. Insgesamt werden für das Programm dem Vernehmen nach umgerechnet rund 753.000 Euro bereitgestellt. Von diesen fließt nur ein recht geringer Teil in die Überwachung und Analyse dessen, was auf den sozialen Plattformen geschieht.
Der überwiegende Teil, nämlich 552.000 Euro investiert der Geheimdienst in die "Massenaussendung von Nachrichten in Social Networks". Dies bedeutet nichts anderes als die Arbeit mit Spam-Bots, wie sie auch von zwielichtigen Unternehmern und Kriminellen eingesetzt werden. Allerdings geht es hier weniger darum, die Nutzer dazu zu bringen, fragwürdige Produkte zu kaufen.
Statt dessen soll auf diese Weise die öffentliche Meinung geformt werden, hieß es. Oder um es anders auszudrücken: Der russische Geheimdienst sieht sich in der Verantwortung, regierungsfreundliche Propaganda in größerer Breite in sozialen Netzwerken zu streuen, um beispielsweise oppositionelle Meinungen zu diskreditieren.
Hier besteht allerdings ein großer Unterschied zu der berechtigten Öffentlichkeitsarbeit, die im Moskauer Kreml getätigt wird. Der Einsatz von Spam-Bots zur Verbreitung von Nachrichten verstößt bei den meisten Plattformen ohnehin erst einmal gegen die Nutzungsbestimmungen. In vielen Ländern wird deren Nutzung auch durch die inzwischen bestehenden Anti-Spam-Gesetze rechtlich reglementiert.
Dies dürfte auch erklären, warum ein solches Programm nicht bei einer normalen Behörde, sondern beim Geheimdienst angesiedelt wird. Denn dieser hat im Zweifel eher wenig Bedenken, die eigenen Aktivitäten über die bestehende Gesetzeslage hinauszugehen.
Der überwiegende Teil, nämlich 552.000 Euro investiert der Geheimdienst in die "Massenaussendung von Nachrichten in Social Networks". Dies bedeutet nichts anderes als die Arbeit mit Spam-Bots, wie sie auch von zwielichtigen Unternehmern und Kriminellen eingesetzt werden. Allerdings geht es hier weniger darum, die Nutzer dazu zu bringen, fragwürdige Produkte zu kaufen.
Statt dessen soll auf diese Weise die öffentliche Meinung geformt werden, hieß es. Oder um es anders auszudrücken: Der russische Geheimdienst sieht sich in der Verantwortung, regierungsfreundliche Propaganda in größerer Breite in sozialen Netzwerken zu streuen, um beispielsweise oppositionelle Meinungen zu diskreditieren.
Hier besteht allerdings ein großer Unterschied zu der berechtigten Öffentlichkeitsarbeit, die im Moskauer Kreml getätigt wird. Der Einsatz von Spam-Bots zur Verbreitung von Nachrichten verstößt bei den meisten Plattformen ohnehin erst einmal gegen die Nutzungsbestimmungen. In vielen Ländern wird deren Nutzung auch durch die inzwischen bestehenden Anti-Spam-Gesetze rechtlich reglementiert.
Dies dürfte auch erklären, warum ein solches Programm nicht bei einer normalen Behörde, sondern beim Geheimdienst angesiedelt wird. Denn dieser hat im Zweifel eher wenig Bedenken, die eigenen Aktivitäten über die bestehende Gesetzeslage hinauszugehen.
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Christian Kahle
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