US-Geheimdienst-Chef schürt Panik vor Anonymous
Der US-Geheimdienst NSA versucht durch Panikmache gegen das Online-Kollektiv Anonymous Stimmung zu machen. Keith Alexander, Chef der Organisation, soll mehrmals im Weißen Haus und gegenüber anderen führenden politischen Gremien von umfassenden drohenden Gefahren gesprochen haben.
Wie das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf Teilnehmer von Treffen mit dem NSA-Chef berichtete, sprach dieser unter anderem davon, dass Gruppen wie Anonymous zukünftig Angriffe durchführen könnten, mit denen das Stromnetz der USA lahmgelegt wird. Auch verschiedene wichtige Computer-Netzwerke könnten im Betrieb gestört oder beschädigt werden.
Öffentlich hat sich Alexander bisher nicht entsprechend geäußert. Allerdings versucht er offenbar in Politiker-Kreisen ein möglichst großes Bedrohungsszenario aufzubauen. Welchen Zweck er damit verfolgt, ist unklar. Denkbar ist allerdings ein äußerst trivialer Grund: Die NSA ist auch für den Schutz von Kommunikations-Infrastrukturen der USA zuständig und Ängste der Politik vor ominösen Angreifern aus dem Internet dürften helfen, dem Geheimdienst in Zeiten umfangreicher Streichungen im Staatshaushalt ein möglichst hohen Budget zu sichern.
In der Vergangenheit waren in den USA bereits viele Unternehmen und Behörden von Attacken durch Anonymous betroffen. Allerdings handelte es sich dabei in der Regel um DoS-Angriffe, mit denen vorübergehend einige Webseiten in die Knie gezwungen wurden.
Das Kollektiv wird aber wohl kaum darauf aus sein, kritische Infrastrukturen wie das Stromnetz, von denen möglicherweise Menschenleben abhängen, zu stören. Fraglich ist auch, ob die dafür notwendigen Fertigkeiten überhaupt in ausreichendem Maße vorhanden sind. Schließlich besteht der größte Teil jener, die sich an den DoS-Angriffen beteiligen, aus einfachen Nutzern, die auf ihrem Rechner ein Tool installieren, das selbstständig zahlreiche Anfragen an den gewünschten Server schickt, um ihn außer Gefecht zu setzen.
Im Zuge der Warnungen vor Anonymous kam natürlich auch die kürzlich veröffentlichte Ankündigung eines Angriffs auf die zentralen DNS-Server des Internets für Ende März zur Sprache. Dabei handelt es sich aber mit ziemlicher Sicherheit um einen schlechten Scherz einiger übermütiger Jugendlicher. Angriffe auf Kommunikations-Infrastrukturen widersprechen der Idee hinter dem Kollektiv immerhin zutiefst.
Öffentlich hat sich Alexander bisher nicht entsprechend geäußert. Allerdings versucht er offenbar in Politiker-Kreisen ein möglichst großes Bedrohungsszenario aufzubauen. Welchen Zweck er damit verfolgt, ist unklar. Denkbar ist allerdings ein äußerst trivialer Grund: Die NSA ist auch für den Schutz von Kommunikations-Infrastrukturen der USA zuständig und Ängste der Politik vor ominösen Angreifern aus dem Internet dürften helfen, dem Geheimdienst in Zeiten umfangreicher Streichungen im Staatshaushalt ein möglichst hohen Budget zu sichern.
In der Vergangenheit waren in den USA bereits viele Unternehmen und Behörden von Attacken durch Anonymous betroffen. Allerdings handelte es sich dabei in der Regel um DoS-Angriffe, mit denen vorübergehend einige Webseiten in die Knie gezwungen wurden.
Das Kollektiv wird aber wohl kaum darauf aus sein, kritische Infrastrukturen wie das Stromnetz, von denen möglicherweise Menschenleben abhängen, zu stören. Fraglich ist auch, ob die dafür notwendigen Fertigkeiten überhaupt in ausreichendem Maße vorhanden sind. Schließlich besteht der größte Teil jener, die sich an den DoS-Angriffen beteiligen, aus einfachen Nutzern, die auf ihrem Rechner ein Tool installieren, das selbstständig zahlreiche Anfragen an den gewünschten Server schickt, um ihn außer Gefecht zu setzen.
Im Zuge der Warnungen vor Anonymous kam natürlich auch die kürzlich veröffentlichte Ankündigung eines Angriffs auf die zentralen DNS-Server des Internets für Ende März zur Sprache. Dabei handelt es sich aber mit ziemlicher Sicherheit um einen schlechten Scherz einiger übermütiger Jugendlicher. Angriffe auf Kommunikations-Infrastrukturen widersprechen der Idee hinter dem Kollektiv immerhin zutiefst.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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