Frankreich: Wikipedia hat Problem mit Geheimdienst
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia steht derzeit in Frankreich im Konflikt mit dem Geheimdienst Direction Centrale du Renseignement Intérieur (DCRI). Dieser will, dass ein Artikel gelöscht wird.
Der Beitrag handelt von einer militärischen Funkstation in der Nähe des Ortes Job in der Auvergne. Kürzlich wandte sich der DCRI an die Wikimedia Foundation und forderte die Löschung dieses Inhalts. Als Grund wurde eine befürchtete Bedrohung für die nationale Sicherheit angegeben, die von der freien Verfügbarkeit der enthaltenen Informationen ausgehe.
Bei der Wikimedia wollte man der Aufforderung allerdings nicht ohne Weiteres nachkommen. Immerhin, so teilte diese mit, enthalte der Artikel im Wesentlichen Informationen, die ohnehin schon lange öffentlich verfügbar sind. Vieles wurde beispielsweise von einer Fernseh-Dokumentation übernommen, die auch schon seit langer Zeit online steht.
Auf eine Nachfrage der Stiftung, welche genauen Gründe es für die Löschaufforderung denn gibt, reagierte der Geheimdienst nach Angaben der Wikimedia nicht. Statt dessen soll die Organisation einen der französischen Wikipedia-Administrationen vorgeladen haben. Nach anfänglicher Weigerung löschte dieser den Beitrag dann, um angedrohten strafrechtlichen Konsequenzen zu entgehen.
Dies nützt allerdings angesichts des inzwischen entstandenen Interesses anderer Nutzer nichts. Der seit 2009 bestehende Artikel ist inzwischen längst wieder online. Während er zuvor quasi nicht einmal in der originalen Fassung Beachtung fand, gibt es inzwischen Übersetzungen auf deutsch und englisch.
Die verantwortlichen Behörden in Frankreich wiesen allerdings den Vorwurf eines ungerechtfertigten Zensur-Versuches zurück. Man habe lediglich Ermittlungen eingeleitet, da man in dem Beitrag ein Problem für die nationale Sicherheit sah, erklärte ein Vertreter gegenüber der Tageszeitung 'Le Monde'.
Bei der Wikimedia wollte man der Aufforderung allerdings nicht ohne Weiteres nachkommen. Immerhin, so teilte diese mit, enthalte der Artikel im Wesentlichen Informationen, die ohnehin schon lange öffentlich verfügbar sind. Vieles wurde beispielsweise von einer Fernseh-Dokumentation übernommen, die auch schon seit langer Zeit online steht.
Auf eine Nachfrage der Stiftung, welche genauen Gründe es für die Löschaufforderung denn gibt, reagierte der Geheimdienst nach Angaben der Wikimedia nicht. Statt dessen soll die Organisation einen der französischen Wikipedia-Administrationen vorgeladen haben. Nach anfänglicher Weigerung löschte dieser den Beitrag dann, um angedrohten strafrechtlichen Konsequenzen zu entgehen.
Dies nützt allerdings angesichts des inzwischen entstandenen Interesses anderer Nutzer nichts. Der seit 2009 bestehende Artikel ist inzwischen längst wieder online. Während er zuvor quasi nicht einmal in der originalen Fassung Beachtung fand, gibt es inzwischen Übersetzungen auf deutsch und englisch.
Die verantwortlichen Behörden in Frankreich wiesen allerdings den Vorwurf eines ungerechtfertigten Zensur-Versuches zurück. Man habe lediglich Ermittlungen eingeleitet, da man in dem Beitrag ein Problem für die nationale Sicherheit sah, erklärte ein Vertreter gegenüber der Tageszeitung 'Le Monde'.
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