Hewlett-Packard muss Rekordverlust vermelden

Der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) hat in seinem letzten Geschäftsquartal einen Milliarden-Verlust verbucht. Die Ursachen dafür lagen in schwachen Absatzzahlen bei Computern als auch in einer hohen Abschreibung auf die Tochtergesellschaft Electronic Data Systems (EDS).
Logo, Hp, Hewlett-Packard
Hewlett Packard
Der Umsatz des Unternehmens reduzierte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 29,7 Millionen Dollar. Damit lagen die Einnahmen unter der Analystenprognose, die bereits von einem Rückgang auf 30,1 Millionen Dollar ausging. Nachdem man im dritten Quartal des vergangenen Jahres noch einen Nettogewinn von 1,9 Milliarden Dollar erzielte, war nun ein Nettoverlust von 8,9 Milliarden Dollar zu vermelden.

In dem Ergebnis ist die bereits genannte Abschreibung auf EDS enthalten. Diese hatte ein Volumen von 8 Milliarden Dollar. Der IT-Dienstleister wurde im Jahr 2008 zu einem Preis von 13 Milliarden Dollar von HP übernommen. Aber auch ohne diese Abschreibung befindet sich das Unternehmen in der Verlustzone.

Einen der wesentlichen Gründe dafür sehen Branchenbeobachter darin, dass der Konzern zu behäbig geworden ist, um schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Während HP einst als Innovationsquelle gefeiert wurde, hat man nun eher einen technologischen Dinosaurier vor sich, der tief in seiner eigenen Bürokratie gefangen ist. Eine umfassende Restrukturierung soll nun dazu führen, dass man mit den weltweit über 300.000 Beschäftigten wieder in einen Zustand kommt, der größere Flexibilität und Innovationsfreude zulässt.

Die neue Konzernchefin Meg Whitman warb daher unter den Anlegern für Geduld. "Wir sind noch in einer frühen Phase", erklärte sie hinsichtlich des geplanten Firmenumbaus, dem im laufenden Geschäftsjahr insgesamt 11.500 Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen. Besondere Probleme bereitet dem Marktführer im Computer-Bereich die Entwicklung des PC-Marktes. Auf diesem laufen die Verkäufe allgemein nicht besonders gut und Konkurrenten wie Lenovo und Acer konnten zuletzt massiv Marktanteile gutmachen. Aktuell ist eben auch die Spitzenposition in diesem Bereich akut gefährdet.
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