Handyverbot am Steuer reduziert Unfallrisiko nicht
Das Verbot von Handy-Telefonaten am Steuer ist möglicherweise kein zielführendes Mittel zur Reduzierung von Unfallzahlen. Denn sie reduzieren das risikobehaftete Verhalten von bestimmten Fahrern nicht als solches. Das zeigen neue Untersuchungen zu dem Thema.
Ausgangspunkt der Untersuchung war die Tatsache, dass die Unfallstatistiken nach der Einführung eines gesetzlichen Handy-Verbots am Steuer kaum Veränderungen aufwiesen. Forscher aus Boston ließen daher über hundert Testpersonen aus verschiedenen Altersgruppen längere Probefahrten unternehmen und überwachten dabei mit einer ganzen Reihe von Sensoren deren Verhalten.
So wurden Körperfunktionen wie die Augenbewegungen, der Herzrhythmus und der Hautwiderstand gemessen, die Fahrt selbst mit Videokameras und die Fahrzeug-Parameter mit On-Bord-Sensoren protokolliert. Handys waren während der Fahrt nicht erlaubt, allerdings fragten die Forscher im Vorfeld ab, wie oft die Testpersonen normalerweise am Steuer zum Telefon greifen und wie sie zu schnellem Fahren stehen und wie häufig sie in der letzten Zeit wegen ihres Fahrverhaltens Knöllchen erhielten, berichtet das 'Science Mag'.
Es zeigte sich, dass Testpersonen, die gewöhnlich auch während der Fahrt ihr Mobiltelefon nutzten, generell schneller fuhren, mehr Zeit auf der linken Spur verbrachten und stärkere Brems- und Beschleunigungsmanöver durchführten. So lag ihre Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Testgruppe hinweg beispielsweise 4,4 Kilometer pro Stunde höher als bei der Gruppe, die ohnehin auf die Handynutzung während der Fahrt verzichteten.
Letztlich kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Nutzung von Handys zwar tatsächlich die Aufmerksamkeit gegenüber der Verkehrssituation reduziert, die Geräte allerdings ohnehin eher von Fahrern mit riskantem Fahrverhalten genutzt werden. Dies deckt sich mit Untersuchungen von Versicherungen in den USA, die ebenfalls bestätigten, dass sich das Unfallrisiko durch ein Handy-Verbot am Steuer letztlich nicht reduzierte.
So wurden Körperfunktionen wie die Augenbewegungen, der Herzrhythmus und der Hautwiderstand gemessen, die Fahrt selbst mit Videokameras und die Fahrzeug-Parameter mit On-Bord-Sensoren protokolliert. Handys waren während der Fahrt nicht erlaubt, allerdings fragten die Forscher im Vorfeld ab, wie oft die Testpersonen normalerweise am Steuer zum Telefon greifen und wie sie zu schnellem Fahren stehen und wie häufig sie in der letzten Zeit wegen ihres Fahrverhaltens Knöllchen erhielten, berichtet das 'Science Mag'.
Es zeigte sich, dass Testpersonen, die gewöhnlich auch während der Fahrt ihr Mobiltelefon nutzten, generell schneller fuhren, mehr Zeit auf der linken Spur verbrachten und stärkere Brems- und Beschleunigungsmanöver durchführten. So lag ihre Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Testgruppe hinweg beispielsweise 4,4 Kilometer pro Stunde höher als bei der Gruppe, die ohnehin auf die Handynutzung während der Fahrt verzichteten.
Letztlich kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Nutzung von Handys zwar tatsächlich die Aufmerksamkeit gegenüber der Verkehrssituation reduziert, die Geräte allerdings ohnehin eher von Fahrern mit riskantem Fahrverhalten genutzt werden. Dies deckt sich mit Untersuchungen von Versicherungen in den USA, die ebenfalls bestätigten, dass sich das Unfallrisiko durch ein Handy-Verbot am Steuer letztlich nicht reduzierte.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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