Schwedischer Anwalt:
Assange missbraucht das Asyl
Der Anwalt der beiden Schwedinnen, die gegen den WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erheben, hat sich entsetzt über die jüngsten Ereignisse in Großbritannien gezeigt. Assange habe den Begriff des politischen Asyls missbraucht, sagte Claes Borgström gegenüber dem Nachrichtenmagazin 'Focus' (heutige Ausgabe).
Ecuador hatte dem Australier in der vergangenen Woche politisches Asyl gewährt. Vor zwei Monaten hatte er sich auf das Gelände der ecuadorianischen Botschaft in London geflüchtet, um sich einer Auslieferung nach Schweden zu entziehen. Dort soll er von der Justiz wegen der vorliegenden Vorwürfe befragt werden.
Assange wird beschuldigt, dort vor zwei Jahren zwei Schwedinnen vergewaltigt zu haben. Bergström sagte, seine Klientinnen wollten, "dass dieser Fall endlich ordentlich abgeschlossen wird". Assange entzieht sich jedoch bisher den Ermittlungen. Er gibt dabei vor, zu befürchten, im Rahmen eines Komplotts zwischen der schwedischen und der US-Regierung an die USA ausgeliefert zu werden.
Der isländische Journalist Kristinn Hrafnasson versicherte unter dessen, sein Freund Assange werde die Arbeit an Wikileaks fortsetzen. "Wir haben viele Dokumente erhalten, die wir prüfen und veröffentlichen wollen", sagte er dem Magazin. Dafür habe Assange möglicherweise genug Zeit.
Ecuadors Präsident Rafel Correa erklärte, der Australier könne "ewig" in der Botschaft bleiben. Allerdings ist sein Bewegungsspielraum dabei deutlich eingeschränkt. Denn bei der ecuadorianischen Botschaft in London handelt es sich im Grunde lediglich um einen Teil eines kleinen Appartment-Hauses.
Die US-Regierung würde Assange am liebsten wegen Spionage vor Gericht stellen. Das belegen interne Dokumente, die inzwischen aufgetaucht sind. Allerdings ist fraglich, ob die schwedischen Behörden, die vor allen an einer Aufklärung der Vorwürfe seitens ihrer Staatsbürgerinnen interessiert sind, auf ein solch fragwürdiges Vorgehen eingehen würden.
Assange wird beschuldigt, dort vor zwei Jahren zwei Schwedinnen vergewaltigt zu haben. Bergström sagte, seine Klientinnen wollten, "dass dieser Fall endlich ordentlich abgeschlossen wird". Assange entzieht sich jedoch bisher den Ermittlungen. Er gibt dabei vor, zu befürchten, im Rahmen eines Komplotts zwischen der schwedischen und der US-Regierung an die USA ausgeliefert zu werden.
Der isländische Journalist Kristinn Hrafnasson versicherte unter dessen, sein Freund Assange werde die Arbeit an Wikileaks fortsetzen. "Wir haben viele Dokumente erhalten, die wir prüfen und veröffentlichen wollen", sagte er dem Magazin. Dafür habe Assange möglicherweise genug Zeit.
Ecuadors Präsident Rafel Correa erklärte, der Australier könne "ewig" in der Botschaft bleiben. Allerdings ist sein Bewegungsspielraum dabei deutlich eingeschränkt. Denn bei der ecuadorianischen Botschaft in London handelt es sich im Grunde lediglich um einen Teil eines kleinen Appartment-Hauses.
Die US-Regierung würde Assange am liebsten wegen Spionage vor Gericht stellen. Das belegen interne Dokumente, die inzwischen aufgetaucht sind. Allerdings ist fraglich, ob die schwedischen Behörden, die vor allen an einer Aufklärung der Vorwürfe seitens ihrer Staatsbürgerinnen interessiert sind, auf ein solch fragwürdiges Vorgehen eingehen würden.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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