Smartphone ist Symbol einer ganzen Generation
Für den Trendforscher Peter Wippermann ist das Smartphone zum Symbol einer ganzen Generation geworden. Die Gesellschaft seit den 2000er-Jahren macht er im Grunde an nur einem Trend fest - dem mobilen Internet. Kaum etwas anderes hat der aktuellen Zeit so stark seinen Stempel aufgedrückt.
"Mobiles Internet dominiert alles, das Smartphone ist die Ikone für die Gegenwart", sagte der Trendforscher in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin 'Focus' (heutige Ausgabe). "Das Smartphone ist die Fernbedienung für den Alltag." Mit den Geräten hat man quasi jederzeit und an jedem Ort Zugang zu nahezu allen erdenklichen Informationen und kann sein soziales Umfeld organisieren und pflegen.
Der Trend zu mehr Mobilität in der Kommunikation zieht sich laut Wippermann durch alle gesellschaftlichen Kreise und Altersgruppen. "Junge Leute gehen so weit, unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr eine Nachricht bei Facebook zu posten", so Wippermann. "Was früher die Zigarette danach war, ist heute der Griff zu Social Media."
Dieser direkte und allgegenwärtige Zugang zur Kommunikation bringt nicht nur Veränderungen im alltäglichen Leben mit sich, sondern prägt auch zunehmend die Strukturen der Gesellschaft. So schwindet beispielsweise die Ehrfurcht vor vermeintlichen Autoritäten, wenn man diesen auf Augenhöhe bei der Online-Kommunikation begegnet.
Der Forscher erläuterte, warum die heutige Gesellschaft dabei auch von Zeitphänomenen vergangener Jahrzehnte profitiere, indem sie von Randphänomenen zum Mainstream wurden oder aber althergebrachte Normen überwanden: "Unser Bundespräsident lebt in einer wilden Ehe, und wir finden es normal", so Wippermann. "Die WG der 70er ist heute die Patchwork-Familie, die Anti-Atomkraft-Bewegung ist Regierungspolitik, die Latzhosenideen von Solar- und Windenergie werden heute staatlich gefördert."
Der Trend zu mehr Mobilität in der Kommunikation zieht sich laut Wippermann durch alle gesellschaftlichen Kreise und Altersgruppen. "Junge Leute gehen so weit, unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr eine Nachricht bei Facebook zu posten", so Wippermann. "Was früher die Zigarette danach war, ist heute der Griff zu Social Media."
Dieser direkte und allgegenwärtige Zugang zur Kommunikation bringt nicht nur Veränderungen im alltäglichen Leben mit sich, sondern prägt auch zunehmend die Strukturen der Gesellschaft. So schwindet beispielsweise die Ehrfurcht vor vermeintlichen Autoritäten, wenn man diesen auf Augenhöhe bei der Online-Kommunikation begegnet.
Der Forscher erläuterte, warum die heutige Gesellschaft dabei auch von Zeitphänomenen vergangener Jahrzehnte profitiere, indem sie von Randphänomenen zum Mainstream wurden oder aber althergebrachte Normen überwanden: "Unser Bundespräsident lebt in einer wilden Ehe, und wir finden es normal", so Wippermann. "Die WG der 70er ist heute die Patchwork-Familie, die Anti-Atomkraft-Bewegung ist Regierungspolitik, die Latzhosenideen von Solar- und Windenergie werden heute staatlich gefördert."
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