Google: Zensurversuche im Westen nehmen zu
Der Suchmaschinenkonzern Google verzeichnet eine zunehmende Zahl von Anfragen von Behörden und Gerichten, mit denen eine Löschung von politischen Inhalten erreicht werden soll. Diese kommen aber nicht nur aus den üblichen Diktaturen - auch westliche Länder mischen kräftig mit und insbesondere aus Deutschland kommen immer mehr Zensur-Aufforderungen.
Das berichtete die Politikanalystin Dorothy Chou von Google in einem Blog-Post. Demnach gingen bei Google im zweiten Halbjahr 2011 insgesamt 1.028 Löschanfragen bezüglich konkreter Inhalte ein, während es in den ersten sechs Monaten erst 907 waren.
467 Anträge kamen dabei von Gerichten. Von diesen waren insgesamt rund 7.000 einzelne Inhalte betroffen. Wie Chou ausführte, habe man in 65 Prozent der Fälle dem Ersuchen stattgegeben. Eine höhere Zahl von 561 Anfragen erreichte das Unternehmen von Behörden, vor allem der Polizei. Allerdings waren hier weniger einzelne Inhalte betroffen, nämlich nur rund 5.000, wobei Google in 47 Prozent der Fälle in die Löschung einwilligte.
Aus Deutschland erreichten dabei allein 103 Löschanträge die zuständigen Google-Abteilungen. 1.700 konkrete Inhalte waren hier betroffen. Auf etwa 77 Prozent der Anträge erfolgte dann auch eine Löschung. Im Wesentlichen sei es hier um Inhalte wie Pornographie und Gewaltdarstellungen, die mit dem Jugendschutzgesetz kollidieren, sowie um den Handel mit Andenken an die Nazizeit gegangen.
Deutlich breiter gestreut sind dabei Anträge aus anderen westlichen Ländern, bei denen sich Google dann auch weigerte, Folge zu leisten. So sollte laut einem Ersuchen aus Spanien 270 Links auf Blogs und Zeitungsberichte aus der Suchmaschine gelöscht werden, in denen öffentlich Daten über Politiker und Staatsanwälte behandelt wurden. Eine öffentliche Einrichtung aus Polen wollte außerdem Verweise auf kritische Beiträge über sie entfernt haben.
467 Anträge kamen dabei von Gerichten. Von diesen waren insgesamt rund 7.000 einzelne Inhalte betroffen. Wie Chou ausführte, habe man in 65 Prozent der Fälle dem Ersuchen stattgegeben. Eine höhere Zahl von 561 Anfragen erreichte das Unternehmen von Behörden, vor allem der Polizei. Allerdings waren hier weniger einzelne Inhalte betroffen, nämlich nur rund 5.000, wobei Google in 47 Prozent der Fälle in die Löschung einwilligte.
Aus Deutschland erreichten dabei allein 103 Löschanträge die zuständigen Google-Abteilungen. 1.700 konkrete Inhalte waren hier betroffen. Auf etwa 77 Prozent der Anträge erfolgte dann auch eine Löschung. Im Wesentlichen sei es hier um Inhalte wie Pornographie und Gewaltdarstellungen, die mit dem Jugendschutzgesetz kollidieren, sowie um den Handel mit Andenken an die Nazizeit gegangen.
Deutlich breiter gestreut sind dabei Anträge aus anderen westlichen Ländern, bei denen sich Google dann auch weigerte, Folge zu leisten. So sollte laut einem Ersuchen aus Spanien 270 Links auf Blogs und Zeitungsberichte aus der Suchmaschine gelöscht werden, in denen öffentlich Daten über Politiker und Staatsanwälte behandelt wurden. Eine öffentliche Einrichtung aus Polen wollte außerdem Verweise auf kritische Beiträge über sie entfernt haben.
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