Schufa will Nutzer online komplett durchleuchten
Bei der Wirtschaftsauskunftei Schufa arbeitet man an Technologien, mit denen Verbraucher über automatisierte Online-Recherchen im großen Stil zukünftig noch besser durchleuchtet werden können. Partner ist bei dem Projekt mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) aus Potsdam eine der wichtigsten privaten Informatiker-Schmieden.
Die Schufa betreibt bereits eine der größten Datenbanken zur Einstufung von Verbrauchern hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit. Dabei spielen schon längst nicht mehr nur das eigene Verhalten gegenüber Kreditgebern und die Einkommenssituation eine Rolle, sondern beispielsweise auch Faktoren wie die Wohngegend.
Zukünftig sollen aber auch Informationen, die Menschen an verschiedensten Punkten im Netz hinterlassen, das Rating beeinflussen. Unter dem Titel "SchufaLab@HPI" werden dafür gemeinsam mit dem HPI Methoden entwickelt. Aus den offiziellen Verlautbarungen sind allerdings bisher noch kaum Details zu erfahren. Ziel des Projektes sei die Analyse und Erforschung von Daten aus dem Web, heißt es beispielsweise.
Aber auch scheinbar ehrbare Forschungsziele werden relativ schwammig umrissen: "Mit dem Forschungsprojekt wollen wir aber auch die unzähligen Mythen und Vermutungen rund um die Informationsquelle Web auf den wissenschaftlichen Prüfstand stellen", erklärte beispielsweise der Schufa-Vorstand Peter Villa. Die Ergebnisse sollen zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich dokumentiert werden.
Genaueres ergaben Recherchen des 'NDR', dem Dokumente vorliegen, die von den Partnern derzeit noch unter Verschluss gehalten werden. Eine Möglichkeit zur besseren Einordnung einer Person sieht man zum Beispiel in der Analyse der Kontakte auf Facebook. Aber auch Daten aus Business-Netzwerken wie Xing, die auf Twitter veröffentlichten Mitteilungen und Informationen aus Personensuchmaschinen und Diensten wie Google Street View sollen zusammengeführt und analysiert werden.
Im Grunde geht es also um eine umfassende Durchleuchtung des Lebens von Millionen Verbrauchern, indem die bereits bestehenden Daten mit zahlreichen Spuren, die online hinterlassen werden, verknüpft werden. Dabei sollen auch so genannte Multiplikatoren gezielt erfasst werden: Personen, wie Verbraucherschützer und Journalisten, die bisher als normale Menschen in der Datenbank der Schufa auftauchen, erhalten dann wohl eine Sonderbehandlung, damit gerade bei ihnen keine Probleme auftauchen und das Image der Auskunftei in der Öffentlichkeit angekratzt wird.
Nach außen hin versuchen die Partner die Brisanz des Projektes herunterzuspielen. Es handle sich lediglich um Grundlagenforschung, also noch nicht um eine konkrete Umsetzung von Online-Schnüffeleien, so die Darstellung des HPI. Und die Schufa stellt klar, dass man dem juristischen und legalen Rahmen in Deutschland entsprechen wolle. Unter der Hand geht es aber auch um verdeckte Ermittlungen - "eventl. unter anderem account-Namen", heißt es in den Papieren. Verbraucher- und Datenschützer reagierten zumindest erst einmal alarmiert auf das Projekt.
Zukünftig sollen aber auch Informationen, die Menschen an verschiedensten Punkten im Netz hinterlassen, das Rating beeinflussen. Unter dem Titel "SchufaLab@HPI" werden dafür gemeinsam mit dem HPI Methoden entwickelt. Aus den offiziellen Verlautbarungen sind allerdings bisher noch kaum Details zu erfahren. Ziel des Projektes sei die Analyse und Erforschung von Daten aus dem Web, heißt es beispielsweise.
Aber auch scheinbar ehrbare Forschungsziele werden relativ schwammig umrissen: "Mit dem Forschungsprojekt wollen wir aber auch die unzähligen Mythen und Vermutungen rund um die Informationsquelle Web auf den wissenschaftlichen Prüfstand stellen", erklärte beispielsweise der Schufa-Vorstand Peter Villa. Die Ergebnisse sollen zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich dokumentiert werden.
Genaueres ergaben Recherchen des 'NDR', dem Dokumente vorliegen, die von den Partnern derzeit noch unter Verschluss gehalten werden. Eine Möglichkeit zur besseren Einordnung einer Person sieht man zum Beispiel in der Analyse der Kontakte auf Facebook. Aber auch Daten aus Business-Netzwerken wie Xing, die auf Twitter veröffentlichten Mitteilungen und Informationen aus Personensuchmaschinen und Diensten wie Google Street View sollen zusammengeführt und analysiert werden.
Im Grunde geht es also um eine umfassende Durchleuchtung des Lebens von Millionen Verbrauchern, indem die bereits bestehenden Daten mit zahlreichen Spuren, die online hinterlassen werden, verknüpft werden. Dabei sollen auch so genannte Multiplikatoren gezielt erfasst werden: Personen, wie Verbraucherschützer und Journalisten, die bisher als normale Menschen in der Datenbank der Schufa auftauchen, erhalten dann wohl eine Sonderbehandlung, damit gerade bei ihnen keine Probleme auftauchen und das Image der Auskunftei in der Öffentlichkeit angekratzt wird.
Nach außen hin versuchen die Partner die Brisanz des Projektes herunterzuspielen. Es handle sich lediglich um Grundlagenforschung, also noch nicht um eine konkrete Umsetzung von Online-Schnüffeleien, so die Darstellung des HPI. Und die Schufa stellt klar, dass man dem juristischen und legalen Rahmen in Deutschland entsprechen wolle. Unter der Hand geht es aber auch um verdeckte Ermittlungen - "eventl. unter anderem account-Namen", heißt es in den Papieren. Verbraucher- und Datenschützer reagierten zumindest erst einmal alarmiert auf das Projekt.
Thema:
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Entwarnung für watchOS 27, beliebte Apple-Watch-Funktion kehrt zurück
- Windows 11 KB5124010: Optionales Update bringt neue Funktionen
- iPhone 18 Pro mit Allnet-Flat sofort lieferbar für effektiv 5 Euro/Monat
- Apple vs. Fitbit Air, Whoop & Co: Fitness-Tracker ohne Display geplant
- FritzBox: Neues Labor-Update repariert PPPoE-Passthrough-Bug
- Microsoft zerschlägt gefährlichen KI-Chatbot und Datendieb EvilTokens
- Amazon Leo: Starlink-Konkurrent soll Usbekistan ganz ins Netz bringen
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
das WordPress-Team hat vor knapp 2 Stunden WordPress 7.1.2 veröffentli
d-hubs - Heute 18:53 Uhr -
die Libreoffice-community hat dem Office-Paket
d-hubs - Heute 15:56 Uhr -
aus der Reihe "Werkzeuge": Webmin-News
d-hubs - Gestern 22:46 Uhr -
eMclient - Geburtstage anzeigen
teddy4you - Vorgestern 22:24 Uhr -
WordPress 7.1.1 ist am 17. September 2026 erschienen
d-hubs - Vorgestern 14:50 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen