Media Markt: Klischee-Frauenzone steht in der Kritik
Die Elektronik-Handelskette Media Markt testet derzeit in Österreich ein Konzept, mehr Frauen in ihre Filialen zu locken. Insbesondere die technikaffinen potenziellen Kundinnen, die man mit der Aktion gerade erreichen will, reagieren allerdings ungehalten.
Dies ist auch nicht gerade verwunderlich. Denn Media Markt hat für seine "Woman's World" ein Konzept vorgesehen, das wirkt, als hätte es die unzähligen Gender-Debatten in den letzten Jahren nicht gegeben. So lächeln den Besuchern von Werbeplakaten Frauen mit pinkfarbenen Laptops und Lockenstab im Haar entgegen, berichtete das Fachmagazin 'Channelpartner'.
Auch die Produktpalette, die in den speziellen Bereichen angepriesen wird, lässt auf ein recht klischeehaftes Frauenbild schließen: Allerlei Küchen- und Styling-Geräte lassen sich hier finden. Aber auch andere Produkte bietet man den Kundinnen an - meist natürlich in Rosa-Tönen gehalten.
Laut Mediamarkt wolle man mit der Einrichtung der "Woman's World" auf Studien reagieren, die besagen, dass Frauen zunehmend Interesse an Elektronik haben - und Kaufentscheidungen entsprechend ausfallen. Ist das Konzept erfolgreich, soll es auch für die deutschen Filialen übernommen werden.
Auf Twitter bekommt Mediamarkt nun allerdings einen Shitstorm gerade von jenen Frauen ab, die besonders offen für technische Produkte sind. Diese fühlen sich von den Klischees der "#Frauenzone" - so der Hashtag, unter dem die Diskussion zusammenläuft - vor den Kopf gestoßen.
Die Bloggerin Nicole Männl fragt sich beispielsweise, ob die blauen Toaster bei Media Markt zukünftig den Jungs vorbehalten blieben. Die Nutzerin Melanie Gömmel merkt hingegen an, dass die Aktion wohl ein "artgerechtes Shoppen" gewährleisten soll. Auch Parallelen zum Betreuungsgeld, mit dem das alte Modell der Kindererziehung durch die Hausfrau finanziell gefördert werden soll, werden gezogen.
Auch die Produktpalette, die in den speziellen Bereichen angepriesen wird, lässt auf ein recht klischeehaftes Frauenbild schließen: Allerlei Küchen- und Styling-Geräte lassen sich hier finden. Aber auch andere Produkte bietet man den Kundinnen an - meist natürlich in Rosa-Tönen gehalten.
Laut Mediamarkt wolle man mit der Einrichtung der "Woman's World" auf Studien reagieren, die besagen, dass Frauen zunehmend Interesse an Elektronik haben - und Kaufentscheidungen entsprechend ausfallen. Ist das Konzept erfolgreich, soll es auch für die deutschen Filialen übernommen werden.
Auf Twitter bekommt Mediamarkt nun allerdings einen Shitstorm gerade von jenen Frauen ab, die besonders offen für technische Produkte sind. Diese fühlen sich von den Klischees der "#Frauenzone" - so der Hashtag, unter dem die Diskussion zusammenläuft - vor den Kopf gestoßen.
Die Bloggerin Nicole Männl fragt sich beispielsweise, ob die blauen Toaster bei Media Markt zukünftig den Jungs vorbehalten blieben. Die Nutzerin Melanie Gömmel merkt hingegen an, dass die Aktion wohl ein "artgerechtes Shoppen" gewährleisten soll. Auch Parallelen zum Betreuungsgeld, mit dem das alte Modell der Kindererziehung durch die Hausfrau finanziell gefördert werden soll, werden gezogen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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