Rassistische Tweets bringen Briten ins Gefängnis
In Großbritannien muss ein 21-jähriger Student für 56 Tage ins Gefängnis, nachdem er auf Twitter rassistische Kommentare über den Fußball-Spieler Fabrice Muamba veröffentlichte, berichtet die 'BBC'. Das Urteil fällte der Magistrates Court der walisischen Stadt Swansea in einem Eilverfahren.
Nach Ansicht des Richters John Charles habe der Täter nicht nur den Fußballer persönlich beleidigt. Zusätzlich herrschte eine Ausnahmesituation, in der die Äußerungen des Verurteilten eine klare Störung der öffentlichen Ordnung waren. Denn Muamba vom Premier League-Verein Bolton Wanderers war am vergangenen Samstag auf dem Spielfeld mit einem Herzstillstand zusammengebrochen.
78 Minuten dauerten die Wiederbelebungsmaßnahmen an. In dieser Zeit gelang es trotz mehrfacher Versuche nicht, das Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Dass Muamba trotzdem überlebte und sich inzwischen auf dem Weg der Besserung befindet, bezeichnen selbst erfahrene Ärzte als mittleres Wunder, dass einer ganzen Reihe von günstigen Umständen - angefangen von der Anwesenheit eines Kardiologen im Publikum bis hin zu fußballbegeisterten Medizinern im Krankenhaus, die durch die Radioberichterstattung auf das baldige Eintreffen des Patienten vorbereitet waren - zu verdanken ist.
"Es war nicht nur die Fußball-Welt, die für Muamba betete, jeder war dabei", erklärte der Richter die Situation der letzten Tage, in die die rassistischen Beleidigungen gegen den Fußballer fielen und die bei der Urteilsfindung entsprechend berücksichtigt wurde. "Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zu einer unverzüglichen Haftstrafe", so Charles.
Der Verurteilte wurde kurze Zeit nachdem verschiedene andere Nutzer seine Äußerungen bei den Behörden gemeldet hatten verhaftet. Anfänglich versuchte er sich mit der Behauptung, sein Account sei gehackt worden, aus der Affäre zu ziehen. Später räumte er ein, dass die Tweets von ihm stammen, erklärte aber, er sei während des Verfassens betrunken gewesen. Auch wenn er seine Haftstrafe abgesessen hat, werden die rassistischen Äußerungen allerdings ein Nachspiel für ihn haben. Die Swansea University hat den Biologie-Studenten vorerst suspendiert und will weitere Disziplinarmaßnahmen prüfen.
WinFuture bei Twitter: Twitter.com/WinFuture
78 Minuten dauerten die Wiederbelebungsmaßnahmen an. In dieser Zeit gelang es trotz mehrfacher Versuche nicht, das Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Dass Muamba trotzdem überlebte und sich inzwischen auf dem Weg der Besserung befindet, bezeichnen selbst erfahrene Ärzte als mittleres Wunder, dass einer ganzen Reihe von günstigen Umständen - angefangen von der Anwesenheit eines Kardiologen im Publikum bis hin zu fußballbegeisterten Medizinern im Krankenhaus, die durch die Radioberichterstattung auf das baldige Eintreffen des Patienten vorbereitet waren - zu verdanken ist.
"Es war nicht nur die Fußball-Welt, die für Muamba betete, jeder war dabei", erklärte der Richter die Situation der letzten Tage, in die die rassistischen Beleidigungen gegen den Fußballer fielen und die bei der Urteilsfindung entsprechend berücksichtigt wurde. "Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zu einer unverzüglichen Haftstrafe", so Charles.
Der Verurteilte wurde kurze Zeit nachdem verschiedene andere Nutzer seine Äußerungen bei den Behörden gemeldet hatten verhaftet. Anfänglich versuchte er sich mit der Behauptung, sein Account sei gehackt worden, aus der Affäre zu ziehen. Später räumte er ein, dass die Tweets von ihm stammen, erklärte aber, er sei während des Verfassens betrunken gewesen. Auch wenn er seine Haftstrafe abgesessen hat, werden die rassistischen Äußerungen allerdings ein Nachspiel für ihn haben. Die Swansea University hat den Biologie-Studenten vorerst suspendiert und will weitere Disziplinarmaßnahmen prüfen.
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