SAP-Gründer: Deutsche zu kleingeistig & nörglerisch
Der Gründer und Großaktionär Hasso Plattner des einzigen deutschen IT-Unternehmens von Weltrang, SAP, hat sich anlässlich des 40. Geburtstages seines Unternehmens über eine Haltung in Deutschland beklagt, die es letztlich verhindert, erfolgreich auf internationaler Bühne mitzuspielen.
"Wir sind das Land der Ingenieure. Aber eben auch das Land der Nörgler", sagte der 68-Jährige in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin 'Der Spiegel' (aktuelle Ausgabe). Seiner Ansicht nach wird der Erfolg schon durch ein mangelndes Selbstbewusstsein gebremst. "Viele denken zu klein", so Plattner.
Gerade in der Software-Branche müsse man heute "sehr schnell sehr stark wachsen, sonst hat man keine Chance". Zudem würden hierzulande "viele Randbedingungen nicht stimmen". Risikokapital zum Beispiel sei "weit schwerer zu bekommen" als etwa in den USA. "Und wer dazu jeden Tag all die hiesigen kapitalismus- und wachstumskritischen Debatten verfolgt, kann zu dem Schluss kommen: Wir Deutschen wollen gar nicht mehr erfolgreich sein."
Auch seinen eigenen Konzern schonte Plattner nicht. Er bekräftigte seine vor kurzem bei der US-Landestochter SAPs in Palo Alto geübte Kritik, dass das Unternehmen immer noch manche Produkte verkaufe, die weder praxistauglich noch begehrenswert sind. "Diese Kritik sollte intern bleiben, aber ich habe davon auch nichts zurückzunehmen", so Plattner.
"SAP muss immer in den Spiegel schauen und sich an jedem Standort fragen: Welche von unseren Produkten sind erfolgreich und warum? Selbst Buchhaltungs- Software kann und muss Spaß machen, den Machern wie den Nutzern. Kunden müssen sie wollen, weil sie sauber funktioniert und leicht zu handhaben ist. Das ist der Schlüssel zu allem." Daran hapere es aber dem ganzen Land: "Wir Deutschen denken oft nicht rechtzeitig daran, unsere Produkte auch für den Kunden so attraktiv zu machen, dass sie sich quasi selbst verkaufen."
Gerade in der Software-Branche müsse man heute "sehr schnell sehr stark wachsen, sonst hat man keine Chance". Zudem würden hierzulande "viele Randbedingungen nicht stimmen". Risikokapital zum Beispiel sei "weit schwerer zu bekommen" als etwa in den USA. "Und wer dazu jeden Tag all die hiesigen kapitalismus- und wachstumskritischen Debatten verfolgt, kann zu dem Schluss kommen: Wir Deutschen wollen gar nicht mehr erfolgreich sein."
Auch seinen eigenen Konzern schonte Plattner nicht. Er bekräftigte seine vor kurzem bei der US-Landestochter SAPs in Palo Alto geübte Kritik, dass das Unternehmen immer noch manche Produkte verkaufe, die weder praxistauglich noch begehrenswert sind. "Diese Kritik sollte intern bleiben, aber ich habe davon auch nichts zurückzunehmen", so Plattner.
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Christian Kahle
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