Datenschutz kein Grund für Social Media-Verzicht

Nutzer, die sich nicht bei einem Social Network anmelden wollen, geht es nicht in erster Linie um Datenschutz-Fragen. Immerhin 36 Prozent der Internet-Nutzer verwenden bislang keine Social-Media-Angebote. Annähernd ein Drittel von ihnen hat das auch in Zukunft nicht vor, so eine Untersuchung durch das Beratungsunternehmen Faktenkontor. Hauptgrund für den Verzicht ist aber nicht wie vielfach vermutet die Angst um die eigenen Daten. Mangelnden Datenschutz fürchten nur 38 Prozent der Nichtnutzer. Ausschlaggebendes Argument ist für die Mehrheit der Verweigerer (63 Prozent) vielmehr, dass sie grundsätzlich kein Interesse für Social Media hat.

Die kategorische Ablehnung der Social-Media-Verweigerer gründet teilweise auch in mangelndem Wissen über die Angebote und die damit verbundenen Möglichkeiten. So haben 18 Prozent der Nichtnutzer bisher noch gar nicht darüber nachgedacht, die Angebote in Anspruch zu nehmen. Weitere 15 Prozent kennen sich nach eigener Auskunft zu wenig mit dem Thema aus.

Wer bisher noch nicht im Social Web unterwegs ist, die Nutzung aber plant, ist vor allem an privaten Netzwerken wie beispielsweise Facebook interessiert. 67 Prozent der sogenannten Nutzungsplaner würden solche Plattformen besuchen. Dahinter folgen Video-Portale. So können sich 47 Prozent vorstellen, Angebote wie YouTube künftig in Anspruch zu nehmen.
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