Sony kann sich nicht aus dem Sumpf ziehen

Die bisherigen Prognosen des japanischen Elektronikkonzerns Sony waren doch zu optimistisch. Dem Unternehmen wird es in diesem Geschäftsjahr wohl doch nicht gelingen, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Das erklärte das Management im Rahmen der Vorstellung der letzten Quartalsbilanzen.
Sony, Logo, Silber
Sony
Die Zielsetzung des Konzerns lag eigentlich darin, im kommenden März einen Gewinn von 769 Millionen Dollar ausweisen zu können. Angesichts der Geschäftsentwicklung in den letzten Monaten geht man inzwischen aber davon aus, dass dann eher ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar unter dem Strich stehen wird. Vier Jahre in Folge arbeitet das Unternehmen damit defizitär.

Im abgeschlossenen zweiten Quartal verzeichnete Sony einen Fehlbetrag von 364 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte man noch 37 Millionen Dollar gewinn verbuchen können. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 20 Milliarden Dollar.

Wie andere japanische Unternehmen leidet Sony unter der relativen Stärke des Yen. Die Verkäufe außerhalb Japans in Fremdwährungen - die immerhin 70 Prozent des Geschäfts ausmachen - sind für das Unternehmen dadurch längst nicht mehr so lukrativ. Außerdem haben einige Konzernsparten Absatzprobleme. Dies trifft insbesondere für die Produktion von Flachbildfernsehern zu, die ohnehin schon seit sieben Jahren Verluste einfährt.

Hinzu kommen anhaltende Probleme bei der Komponenten-Zulieferung. Gerade erst begannen die Lieferketten sich von der schweren Erdbeben-Katastrophe in Japan im März zu erholen, schon versetzten die Überschwemmungen in Thailand ihr den nächsten Schlag.

Die bereits länger laufende Umstrukturierung des Unternehmens soll in Reaktion auf die Probleme fortgesetzt werden und auch andere Bereiche umfassen. So soll beispielsweise das Überangebot bei LCD-Fernsehern behoben werden, indem die Produktionskapazitäten von 40 Millionen auf 20 Millionen Stück im Jahr halbiert und die Modell-Palette zusammengeschrumpft werden. Ziel dessen ist es, die Sparte bis 2014 wieder in die schwarzen Zahlen zu bekommen.
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