Aggressivere Kinder greifen zu brutalen Spielen
Grundschüler, die ein aggressives Verhalten an den Tag legen, bevorzugen deutlich häufiger Computer- oder Videospiele mit brutalen Inhalten als ihre Altersgenossen. Dieses Verhalten verfestigt sich mit fortschreitendem Alter. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Leuphana Universität Lüneburg und der Universität Hohenheim.
91 Prozent der Acht- bis Zwölfjährigen gaben bei der Erstbefragung zumindest ein digitales Lieblingsspiel zu Protokoll. Bei der Zweitbefragung ein Jahr später standen dann häufig ganz andere Spiele an der Spitze. "Die meisten Kinder probieren anfangs unterschiedliche Angebote aus und entwickeln erst mit der Zeit eine ausgeprägte Vorliebe für ein Spiel oder ein Spielegenre", sagte die Studienleiterin Professor Maria von Salisch.
Es zeigte sich dabei, dass der Spielemix aggressiverer Mädchen und Jungen gewalthaltiger als der ihrer Mitschüler ist. "Die weniger aggressiven Klassenkameraden probieren zwar auch gewalthaltige Spiele aus, entwickeln aber seltener eine Präferenz für dieses Genre", erklärte Jens Vogelgesang von der Universität Hohenheim.
Bei aggressiven Kindern besteht das Risiko, dass sich ihre Vorliebe für brutale und blutige Bildschirmspiele mit der Zeit verfestigt. Der Umkehrschluss gilt jedoch nicht: Die Forscher konnten keine Belege dafür finden, dass sich das Spielen der gewalthaltigen Spiele auf die Aggressivität der Grundschulkinder auswirkt. "Das ist die medienpädagogisch gute Nachricht unserer Studie", so Vogelgesang. "
Bei älteren Jugendlichen sind negative Auswirkungen brutaler Bildschirmspiele auf das Verhalten hingegen sehr wohl belegt. Die Entwicklungspsychologin Maria von Salisch möchte daher auch keine Entwarnung geben: "Wir können nicht ausschließen, dass eine verfestigte Vorliebe für gewalthaltige Bildschirmspiele nicht vielleicht doch im Laufe einer Spielerkarriere zu einer größeren Gewaltbereitschaft führen kann", sagte sie.
Es zeigte sich dabei, dass der Spielemix aggressiverer Mädchen und Jungen gewalthaltiger als der ihrer Mitschüler ist. "Die weniger aggressiven Klassenkameraden probieren zwar auch gewalthaltige Spiele aus, entwickeln aber seltener eine Präferenz für dieses Genre", erklärte Jens Vogelgesang von der Universität Hohenheim.
Bei aggressiven Kindern besteht das Risiko, dass sich ihre Vorliebe für brutale und blutige Bildschirmspiele mit der Zeit verfestigt. Der Umkehrschluss gilt jedoch nicht: Die Forscher konnten keine Belege dafür finden, dass sich das Spielen der gewalthaltigen Spiele auf die Aggressivität der Grundschulkinder auswirkt. "Das ist die medienpädagogisch gute Nachricht unserer Studie", so Vogelgesang. "
Bei älteren Jugendlichen sind negative Auswirkungen brutaler Bildschirmspiele auf das Verhalten hingegen sehr wohl belegt. Die Entwicklungspsychologin Maria von Salisch möchte daher auch keine Entwarnung geben: "Wir können nicht ausschließen, dass eine verfestigte Vorliebe für gewalthaltige Bildschirmspiele nicht vielleicht doch im Laufe einer Spielerkarriere zu einer größeren Gewaltbereitschaft führen kann", sagte sie.
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
dav2d: ein sehr schneller plattformübergreifender AV2 decoder
d-hubs - vor 2 Stunden -
Neues von Proxmox, dem Virtualisieurngsspezialisten
d-hubs - Heute 10:53 Uhr -
#FLOCK ´26: die Flock to Fedora Project Conference
d-hubs - Gestern 16:05 Uhr -
DigiKam: das Open-Source-Fotoverwaltungsprogramm
d-hubs - Vorgestern 13:22 Uhr -
Alpine-Linux: unter den schlanken Distris
d-hubs - Vorgestern 12:33 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen