FBI nimmt mutmaßlichen LulzSec-Hacker fest

Das FBI hat in Arizona einen Mann verhaftet, der verdächtigt wird, am Hack von Sony Pictures und Sony BMG beteiligt gewesen zu sein. Der 23-Jährige soll Mitglied der inzwischen aufgelösten Hacker-Gruppe LulzSec sein.
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Lulzsec
Die US-amerikanische Bundespolizei hat nach eigenen Angaben ein Mitglied von LulzSec festgenommen. Cody K. werden Verschwörung und das unautorisierte Eindringen in einen geschützten Computer vorgeworfen. Dem 23-Jährigen, der an der Attacke gegen Sony Pictures Entertainmet und Sony BMG beteiligt gewesen sein soll, drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. lulzsecLulzSec war nur 50 Tage aktiv, Verhaftungen gibt es bis heute Der Festgenommene soll am 23. Mai beim Anonymisierungsdienst hidemyass.com ein Virtual Private Network registriert haben und mit anderen LulzSec-Mitgliedern auf den Sony-Servern so genannte SQL-Injections, also manipulierte Datenbankabfragen, durchgeführt zu haben. Dabei seien Daten entwendet worden, die anschließend via Twitter und auf der LulzSec-Seite veröffentlicht worden sind. In der Klageschrift, die 'Wired' vorliegt, steht außerdem, dass der Hacker anschließend seine Festplatte gelöscht haben soll, um Spuren zu verwischen.

Der Angriff auf Sony war die spektakulärste Aktion des Hacker-Kollektivs LulzSec, das bis Ende Juni insgesamt 50 Tage lang aktiv war. Die Attacke auf den japanischen Unterhaltungs- und Elektronikkonzern hatte im April mit einem folgenreichen Einbruch im PlayStation Network (PSN) begonnen. Dabei wurden rund 75 Millionen Kundendaten gestohlen, das Sony-Netzwerk blieb danach 40 Tage lang deaktiviert.

Es folgten weitere Angriffe auf Sony Online Entertainment sowie Sony Pictures und Sony BMG. Zu diesen beiden hatte sich LulzSec bekannt, zum ursprünglichen PSN-Hack allerdings nicht. Nach Angaben von Sony haben die Angriffe einen Schaden von mehr als 170 Millionen US-Dollar (rund 126 Millionen Euro) verursacht.

Das FBI ermittelt derzeit auch verstärkt gegen Anonymous. Im Juli waren bereits 14 mutmaßliche Anonymous-Mitglieder festgenommen worden, sie sollen an DDos-Angriffen (Denial of Service) gegen PayPal beteiligt gewesen sein. In Europa sind fünf weitere Verdächtige verhaftet worden, einer in Großbritannien und vier in den Niederlanden. Nun ist ein weiteres Anonymous-Mitglied in San Francisco in Haft genommen worden, in den US-Bundesstaaten New Jersey, Minnesota und Montana kam es zu mehreren Hausdurchsuchungen.
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