Komputerfrieks tun wat:
Der CCC wird 30 Jahre alt
"Damit wir Komputerfrieks nicht länger unkoordiniert vor uns hinwursteln, tun wir wat und treffen uns am 12.9.81", begann vor rund 30 Jahren eine kurze Mitteilung in der 'Tageszeitung', die damals noch das Zentralorgan der alternativen Szene in der alten Bundesrepublik darstellte.
"Tom Twiddlebit" und "Wau Wolf Ungenannt" hatten den Text unterzeichnet: Klaus Schleisiek und Wau Halland. Zum genannten Termin versammelten sich denn auch einige "Frieks" am alten Küchentisch der Kommune 1, der inzwischen in den Redaktionsräumen der Zeitung stand, um über Netzwerke, Kommunikationsrecht, Datenrecht, Copyright, Informations- und Lernsysteme, Datenbanken, Verschlüsselung, Computerspiele, Programmiersprachen, Hardware und mehr zu sprechen.
Das war der Auslöser für den Aufbau des Chaos Computer Clubs (CCC), einer Organisation, die in ihrer Art heute wohl einzigartig ist. Eine genaue Zustandsbeschreibung ist kaum möglich und hängt stark von der Perspektive ab.
Für viele Mitglieder ist der Club eine Art zweiter Familie geworden. Man trifft sich und geht seinen Leidenschaften nach, die meist mehr oder weniger mit Informationstechnologien zu tun haben. Es wird gebastelt, programmiert, gelötet, geforscht und vor allem immer wieder über die technischen Details diskutiert.
Der CCC ist inzwischen aber weit mehr als ein Zusammentreffen von Hackern in Hinterzimmern und Werkstätten. Die obersten Richter des Landes holen sich bei ihm Gutachten ein, wann immer sie darüber zu entscheiden haben, ob ein neues Gesetz der Bundesregierung mit seinen technischen Implikationen gegen die Grundrechte der Bürger verstößt. In den Kreisen der Politik schwankt die Wahrnehmung der Hacker zwischen kompetenten Beratern und hartnäckigen Nervensägen. Firmen reagieren nervös, wenn ihr Name in Zusammenhang mit den drei großen C auftaucht.
Die Themen, die schon vor 30 Jahren Menschen zusammenbrachten scheinen noch immer die gleichen zu sein. Sie könnten problemlos auch das Programm des nächsten Jahrestreffens des Clubs, das alljährlich kurz nach Weihnachten stattfindet, umschreiben. Und doch hat sich viel getan - nicht zuletzt auch dank der Arbeit vieler eifriger CCC-Anhänger sind viele Hacker, Geeks und ähnliche Personen von belächelten Gestalten zunehmend zu anerkannten Persönlichkeiten herangewachsen, deren Stimme Gewicht hat.
In den letzten Jahren schien sich der CCC so zunehmend zu einer politischen Organisation zu entwickeln - was allerdings ein falsches Bild ist. Weiterhin steht bei den zahlreichen Treffen der vielen dezentralen Gruppen bundesweit noch immer der kreative Umgang mit Technik im Vordergrund, denn - so hieß es schon im damaligen Taz-Aufruf: "Daß sich mit Kleinkomputern trotzalledem sinnvolle Sachen machen lassen, die keine zentralierten Großorganisationen erfordern, glauben wir."
Das war der Auslöser für den Aufbau des Chaos Computer Clubs (CCC), einer Organisation, die in ihrer Art heute wohl einzigartig ist. Eine genaue Zustandsbeschreibung ist kaum möglich und hängt stark von der Perspektive ab.
Für viele Mitglieder ist der Club eine Art zweiter Familie geworden. Man trifft sich und geht seinen Leidenschaften nach, die meist mehr oder weniger mit Informationstechnologien zu tun haben. Es wird gebastelt, programmiert, gelötet, geforscht und vor allem immer wieder über die technischen Details diskutiert.
Der CCC ist inzwischen aber weit mehr als ein Zusammentreffen von Hackern in Hinterzimmern und Werkstätten. Die obersten Richter des Landes holen sich bei ihm Gutachten ein, wann immer sie darüber zu entscheiden haben, ob ein neues Gesetz der Bundesregierung mit seinen technischen Implikationen gegen die Grundrechte der Bürger verstößt. In den Kreisen der Politik schwankt die Wahrnehmung der Hacker zwischen kompetenten Beratern und hartnäckigen Nervensägen. Firmen reagieren nervös, wenn ihr Name in Zusammenhang mit den drei großen C auftaucht.
Die Themen, die schon vor 30 Jahren Menschen zusammenbrachten scheinen noch immer die gleichen zu sein. Sie könnten problemlos auch das Programm des nächsten Jahrestreffens des Clubs, das alljährlich kurz nach Weihnachten stattfindet, umschreiben. Und doch hat sich viel getan - nicht zuletzt auch dank der Arbeit vieler eifriger CCC-Anhänger sind viele Hacker, Geeks und ähnliche Personen von belächelten Gestalten zunehmend zu anerkannten Persönlichkeiten herangewachsen, deren Stimme Gewicht hat.
In den letzten Jahren schien sich der CCC so zunehmend zu einer politischen Organisation zu entwickeln - was allerdings ein falsches Bild ist. Weiterhin steht bei den zahlreichen Treffen der vielen dezentralen Gruppen bundesweit noch immer der kreative Umgang mit Technik im Vordergrund, denn - so hieß es schon im damaligen Taz-Aufruf: "Daß sich mit Kleinkomputern trotzalledem sinnvolle Sachen machen lassen, die keine zentralierten Großorganisationen erfordern, glauben wir."
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Christian Kahle
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