No-Name-Crew droht mit weiterem Daten-Leak

Nachdem die No-Name-Crew vor einigen Tagen vertrauliche Daten von den Servern der Bundespolizei veröffentlichte, droht die Gruppe jetzt mit einem weiteren Leak. Das Passwort für ein geschütztes Datenpaket soll veröffentlicht werden, wenn ein Mitglied der Crew verhaftet wird. Siehe auch: Hacker leaken sensible Daten der Bundespolizei

Das rund 700 Megabyte große Archiv kann seit dem Wochenende über die Website der Hacker heruntergeladen werden. Dort läuft alle 24 Stunden ein Countdown herunter, der die Restzeit bis zur Veröffentlichung des Passworts anzeigt. Die Mitglieder der Gruppe müssen jeden Tag durch die Eingabe eines Kennworts verifizieren, dass sie noch nicht von der Polizei geschnappt wurden. Tun sie das nicht, wird das Passwort für den nächsten Leak sichtbar.

Dieser "Mega-Leak" soll Daten vom Bundeskriminalamt, der Bundespolizei sowie dem deutschen Zoll beinhalten. Auf der Website der No-Name-Crew heißt es, dass "Mails, Meldung, vertrauliche Daten und jede schmutzige Kleinigkeit" der Behörden enthalten sind. Angeblich hat die Gruppe ein Jahr lang sämtlichen Netzwerkverkehr der genannten Behörden mitgelesen, da man die eingesetzte Software unbemerkt infiziert hat. Allerdings lässt sich diese Angabe nicht verifizieren.

Gegenüber der Website 'Gulli.com' hat der Leiter der No-Name-Crew, der auf den Nickname Darkhammer hört, die Echtheit des verbreiteten Archives bestätigt. Demnach ist ein Dokument enthalten, das die "Maßnahmen der Bundespolizei im Zusammenhang mit der aktuellen Gefährdungslage islamistischer Terrorismus vor dem Hintergrund der Bundestagswahl" beschreibt und den Betreibern der Website vorliegt.
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