Starlink "entsorgte" in letzten 6 Monaten 260 Satelliten in Atmosphäre
SpaceX hat in den letzten Monaten 260 Starlink-Satelliten gezielt in der Erdatmosphäre verglühen lassen. Während das Unternehmen Platz für neue Modelle schafft, warnen Forscher vor potenziellen Umweltschäden durch Aluminiumoxid in der Stratosphäre.
Sobald die Hardware ihr Betriebsende erreicht oder erste Degradationen der Batterien aufweist, leiten die Ingenieure den Absturz ein. Die Satelliten nutzen ihre verbleibenden Triebwerke, um die Flugbahn gezielt abzusenken, bis die Reibungshitze beim Wiedereintritt sie vollständig zerstört. Aktuell sind weitere 349 Einheiten außer Betrieb genommen und warten auf ihre endgültige Entsorgung.
Obwohl die Entsorgungsmethode das Risiko von Kollisionen minimiert und keinen klassischen Weltraummüll hinterlässt, äußern Wissenschaftler zunehmend Bedenken. Beim Verglühen der Satelliten wandelt sich das Aluminiumgehäuse in mikroskopisch kleine Partikel aus Aluminiumoxid um. Forscher warnen, dass eine stetige Anreicherung der Stoffe in der Stratosphäre die globale Sonneneinstrahlung verändern und die Ozonschicht schädigen könnte.
Kritiker sehen in dem Vorstoß einen Versuch der Regierung, die amerikanische Dominanz im Weltraumsektor nicht durch langwierige regulatorische Hürden zu bremsen. Während die rechtliche Debatte anhält, treibt SpaceX seine Pläne voran. Das Unternehmen baut derzeit eine neue Fertigungsanlage, um die Produktion der nächsten Satellitengeneration deutlich zu skalieren.
Wie bewertet ihr die massenhafte Entsorgung von Satelliten in der Erdatmosphäre? Schreibt eure Gedanken und Bedenken dazu gerne unten in die Kommentare!
Siehe auch:
Routine im All: 260 Satelliten verglüht
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 insgesamt 260 Starlink-Satelliten kontrolliert in der Erdatmosphäre verglühen lassen. Das geht aus einem aktuellen Bericht an die US-Kommunikationsbehörde FCC hervor. Das Vorgehen ist Teil eines routinemäßigen Zyklus, da die Flugkörper im Low Earth Orbit (LEO) auf eine Lebensdauer von rund fünf Jahren ausgelegt sind.Sobald die Hardware ihr Betriebsende erreicht oder erste Degradationen der Batterien aufweist, leiten die Ingenieure den Absturz ein. Die Satelliten nutzen ihre verbleibenden Triebwerke, um die Flugbahn gezielt abzusenken, bis die Reibungshitze beim Wiedereintritt sie vollständig zerstört. Aktuell sind weitere 349 Einheiten außer Betrieb genommen und warten auf ihre endgültige Entsorgung.
Umweltrisiken durch Aluminiumoxid
Wie PCMag berichtet, wächst das Starlink-Netzwerk stetig und umfasst mittlerweile über 10.000 aktive Satelliten. Der gezielte Austausch der ersten Generation schafft Platz für größere Nachfolgemodelle. Die neuen Versionen bieten erweiterte Kapazitäten und sollen künftig als fliegende Rechenzentren dienen, um Daten direkt im Orbit zu verarbeiten.Obwohl die Entsorgungsmethode das Risiko von Kollisionen minimiert und keinen klassischen Weltraummüll hinterlässt, äußern Wissenschaftler zunehmend Bedenken. Beim Verglühen der Satelliten wandelt sich das Aluminiumgehäuse in mikroskopisch kleine Partikel aus Aluminiumoxid um. Forscher warnen, dass eine stetige Anreicherung der Stoffe in der Stratosphäre die globale Sonneneinstrahlung verändern und die Ozonschicht schädigen könnte.
Behörde plant Umwelt-Ausnahmen
Aufgrund der hohen Anzahl an Abstürzen fordern Umweltverbände umfassende Prüfungen nach dem National Environmental Policy Act. Doch womöglich ist das Gegenteil der Fall: Die FCC plant nämlich, Satellitennetzwerke von den Umweltprüfungen generell auszunehmen. Die Behörde argumentiert, dass Weltraumaktivitäten außerhalb des direkten Zuständigkeitsbereichs der USA liegen und somit nicht unter das Gesetz fallen.Kritiker sehen in dem Vorstoß einen Versuch der Regierung, die amerikanische Dominanz im Weltraumsektor nicht durch langwierige regulatorische Hürden zu bremsen. Während die rechtliche Debatte anhält, treibt SpaceX seine Pläne voran. Das Unternehmen baut derzeit eine neue Fertigungsanlage, um die Produktion der nächsten Satellitengeneration deutlich zu skalieren.
Wie bewertet ihr die massenhafte Entsorgung von Satelliten in der Erdatmosphäre? Schreibt eure Gedanken und Bedenken dazu gerne unten in die Kommentare!
Zusammenfassung
- SpaceX ließ 260 Starlink-Satelliten kontrolliert in der Atmosphäre verglühen
- Das Vorgehen ist Teil einer Routine aufgrund der kurzen Lebensdauer im Orbit
- Weitere 349 ausrangierte Satelliten warten bereits auf ihre finale Entsorgung
- Experten kritisieren die Bildung von Aluminiumoxid durch das Verglühen der Geräte
- Partikel könnten langfristig die Ozonschicht schädigen und das Klima beeinflussen
- Die US-Behörde FCC plant Satelliten künftig von Umweltprüfungen auszunehmen
Siehe auch:
- Starlink-Konkurrent: Amazon hat genügend Satelliten, um zu starten
- Starlink: SpaceX plant nun offenbar eigene Mobilfunk-Tarife
- Zhuque-2E: Neueste China-Rakete zerbricht und bedroht Starlink
- Satelliten-Internet: Starlink erhöht alle deutschen Tarif-Preise deutlich
- Satelliten-Internet: Amazon übernimmt Globalstar und greift Starlink an
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