Assange: Doch kein Buch über Wikileaks-Gründer?

Angeblich will der Gründer der Whistleblowing-Plattform Wikileaks nun doch kein Buch über sein Leben veröffentlichen. Dazu habe er sich angeblich aus Angst vor US-amerikanischen Ermittlern entschlossen. Konkret gehe es ihm dabei um die Tatsache, dass US-Ermittler auf diese Weise Informationen gewinnen könnten, welche sich möglicherweise gegen ihn verwenden lassen. Laut einem veröffentlichten Bericht des britischen 'Guardian' sei das millionenschweres Buchprojekt jedenfalls gescheitert.

Dies trifft vorrangig auf die bisher vereinbarte Form des Buches zu, erklärten Personen aus dem Verlagsumfeld gegenüber der Zeitung. Möglicherweise könnte Assanges Biografie aber auch ohne seine weitere Mithilfe fertiggestellt werden. Schließlich soll das im Rahmen der Recherchen zusammengetragene Material ausreichen, um das Buch zu vervollständigen, spekuliert der Guardian.

In wie weit sich ein solches Vorhaben mit den geschlossenen Verträgen vereinbaren lässt, scheint allerdings unklar zu sein.

Ende 2010 hat Julian Assange Verträge mit zwei Verlagshäusern abgeschlossen. Diesbezüglich wurden ihm Honorare in Höhe von 1,1 Millionen Pfund, was umgerechnet etwa 1,2 Millionen Euro entspricht, zugesichert. Dieses Geld braucht der Wikileaks-Gründer seinen damals getroffenen Angaben zufolge, um sich gegen die Vorwürfe von Vergewaltigung und sexueller Belästigung in Schweden verteidigen zu können. Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist espenmoe / Flickr
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