Lenovo bereitet Übernahme von Medion vor

Der chinesische Computer-Konzern Lenovo plant die Übernahme des deutschen Elektronik-Vermarkters Medion. 466 Millionen Euro ist man bereit zu zahlen. Kommt der Deal zustande, wäre es der größte Zukauf des Konzerns seit der Akquisition des PC-Geschäftes von IBM vor sechs Jahren. Erst einmal will Lenovo die Anteile des aktuellen Medion-Aufsichtsratschefs Gerd Brachmann kaufen, so das Unternehmen. Dieser hält aktuell 37 Prozent der Aktien, für die ihm 231 Millionen Euro geboten werden. Dieser Betrag lag bei Abgabe des Angebots 18 Prozent über dem Börsenwert.

Anschließend soll auch anderen Anteilseignern der Kauf von Beteiligungen zu ähnlichen Konditionen angeboten werden. Durch den Zukauf könnte Lenovo vor allem in Europa einen Schritt vorankommen. Insbesondere bei der Erschließung von zusätzlichen Vertriebswegen wäre Medion dem Konzern hilfreich.

Allerdings soll der Zukauf nur ein Teil des Expansionskurses der Chinesen sein. Lenovo-Chef Yang Yuanqing merkte an, dass noch weitere Übernahmen geplant sind. Auch bei diesen geht es darum, das eigene Vertriebsnetz auszubauen und so besser mit Wettbewerbern wie Hewlett-Packard und Dell konkurrieren zu können. Zuletzt hatte Lenovo seinen Marktanteil bereits von 8,2 auf 9,7 Prozent steigern können und ist derzeit der weltweit viertgrößte PC-Hersteller. Lenovo, Computer, Hersteller, PC-Hersteller Lenovo, Computer, Hersteller, PC-Hersteller Lenovo
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