IBM stellt neuen 5,2-Gigahertz-Prozessor z196 vor

Prozessoren Der IT-Konzern IBM hat seine Prozessoren für die Mainframes der z-Serie auf eine Taktfrequenz von 5,2 Gigahertz beschleunigt. Der Vorgänger der neuen z196, der z10, arbeitete mit 4,4 Gigahertz. Im Mainframe-Bereich bringen höhere Taktraten weiterhin deutliche Vorteile, da sie die Verarbeitung einzelner Threads schneller machen. "Wir sehen hier noch Raum für weitere Verbesserungen, allerdings kann die Frequenz auch nicht auf ewig nach oben getrieben werden", erklärte Jim Warnock, Senior Engineer bei IBM, auf der International Solid State Circuits Conference (ISSCC).

Durch die schnellere Taktung bringt der z196 eine 18-prozentige Steigerung der Performance. Er wird in Modulen in Mainframes eingebaut, die aus jeweils sechs solcher CPUs und zwei L4-Cache-Chips bestehen. Zusammengenommen benötigen diese 1.800 Watt. Laut Warnock sucht man weiter nach Materialien, mit denen ein geringerer Verbrauch ermöglicht werden kann.

Um die Taktung zu steigern mussten die IBM-Ingenieure bereits von dem bisherigen 65-Nanometer-Fertigungsprozess auf ein 45-Nanometer-Verfahren umsteigen. Ansonsten wäre die Wärmeentwicklung kaum in den Griff zu bekommen gewesen.

Parallel zur CPU-Entwicklung arbeitete man bei dem Unternehmen auch an einer entsprechenden Optimierung der zusätzlichen Komponenten, wie beispielsweise des Arbeitsspeichers. Dies sorgte den Angaben zufolge dafür, dass man insgesamt eine Steigerung der System-Performance im Mainframe um 40 Prozent erreichen konnte.
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