IBM zeigt Kohlenstoff-Transistor mit 100 Gigahertz
Die Taktung wird bei Raumtemperatur erreicht. Die Neuentwicklung soll nun den Weg zu leistungsfähiger Elektronik auf Basis von Kohlenstoff ebnen. Graphen ist im Grunde eine zweidimensionale, wabenförmige Anordnung von Kohlenstoff-Atomen. Gestapelt ergibt es das aus Bleistiften bekannte Graphit. Wird es hingegen aufgerollt, entstehen Kohlenstoff-Nanoröhrchen.
Die Entwicklung des Graphen-Transistors erfolgte im Rahmen eines Forschungsprojekts, das von der DARPA gefördert wird. Dabei handelt es sich um eine Organisation des Pentagon, die Grundlagenforschung finanziert, die später einmal für militärische Systeme von Bedeutung sein könnte.
Chips, die sich aus den neuen Transistoren zusammensetzen, könnten einmal die derzeit eingesetzten Galliumarsenid-Baulemente in Kommunikations-Systemen ersetzen. Im Vergleich zu herkömmlichen Silizium-Architekturen weisen sie bei gleicher Gate-Größe etwa die doppelte Leistungsfähigkeit auf.
Der von IBM vorgestellte Transistor ist mit 240 Nanometern aber aktuell noch fast zehnmal größer als die aktuell besten Silizium-Designs. Die Entwickler gehen davon aus, dass man die Taktung durch eine weitere Verkleinerung auf bis zu 1 Terahertz treiben kann, was dem Ziel des DARPA-Projekts entspricht.
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Christian Kahle
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