Bei Datenrettern herrscht im Sommer Hochbetrieb

Wirtschaft & Firmen Die Sommermonate bringen professionellen Datenrettern Hochbetrieb. Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr melden sich so viele Kunden mit defekten Speichermedien. Bei Kroll Ontrack, einem der bekanntesten Datenretter, liegt die Auftragsquote in den Sommermonaten beispielsweise rund 12 Prozent über dem Wert im Frühling. Das berichtete das britische Magazin 'PC Pro' unter Berufung auf Robert Winter, Cheftechniker des Unternehmens.

"Wir erleben immer wieder Peaks kurz nachdem die Temperaturen nach oben gingen", sagte er. Vor allem Privatkunden und kleinere Unternehmen wenden sich dann verstärkt an das Unternehmen, während die Nachfrage seitens größerer Firmen, die ihre Büros in der Regel mit Klimaanlagen ausgestattet haben, weniger stark steigt.

Meist müssen sich die Datenretter dann um Speichermedien kümmern, die ausfielen, nachdem Notebooks in der Sonne oder im Kofferraum von Autos liegen gelassen wurden. Ein kleiner Teil der eingelieferten Festplatten wird aber auch durch die elektrostatische Aufladung der Luft bei Gewittern außer Gefecht gesetzt.

Eine erhöhte Fehlerquote in Unternehmen ist aber auch auf die Personalsituation zurückzuführen. Häufig legen Firmen Wartungsarbeiten auf die Sommermonate - gerade wenn sie in Bereichen aktiv sind, in denen zu diesem Zeitpunkt eine relativ niedrige Auftragslage herrscht. Allerdings ist dann auch meist ein guter Teil der Mitarbeiter der IT-Abteilung im Urlaub und die so automatisch steigende Arbeitsbelastung der noch Anwesenden lässt die Fehlerquote steigen.
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