Adobe Reader wird sicherer - Mit Hilfe von Microsoft

Microsoft Microsoft und einige andere Unternehmen haben dem Software-Hersteller Adobe dabei geholfen, seinen Adobe Reader mit einem geschützten Modus auszurüsten, der die Anwender vor Angriffen durch Schadsoftware bewahren soll. Adobe arbeitete nach eigenen Angaben mit dem Entwickler-Team von Office 2010 zusammen, um eine Art Sandbox für den Adobe Reader zu schaffen, die dem Protected View von Office 2010 ähnelt. Außerdem nahm man Kontakt zu Google auf, denn die Entwickler des Chrome Browsers haben ebenfalls lange Erfahrung mit dem Umgang mit Sandboxing-Technologien.

Durch den neuen Adobe Reader Protected Mode, der Teil der nächsten Ausgabe der Software sein soll, werden alle Operationen, die zur Darstellung einer PDF-Datei nötig sind, in einem beschränkten Rahmen ausgeführt, so dass keine gefährlichen Aktionen möglich sind, die andere Teile des Systems betreffen könnten.

Alle Aktionen, die in der Sandbox nicht gestattet sind, werden über einen zusätzlichen Prozess ausgeführt, für den strikte Regelungen gelten, die bestimmen, was möglich ist und was nicht. Dies gilt zum Beispiel für das Schreiben im Ordner für Temporäre Dateien oder das Öffnen eines Anhangs in der PDF-Datei.

Zunächst sollen alle Schreibaktionen in der Sandbox ausgeführt werden, so dass Malware-Installationsversuche unter Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista, Windows Server 2008 und Windows 7 nicht mehr möglich sind. Später soll die Sandbox auf Leseaktionen ausgedehnt werden, so dass sich keine Informationen mehr vom Rechner des Nutzers auslesen lassen.
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