Korea: Erste Anklagen wegen StarCraft-Wettskandal

In Südkorea gibt es offenbar einen riesigen Betrugsskandal in den professionellen StarCraft-Ligen des Landes. Die Staatsanwaltschaft hat nun 11 aktive und ehemalige Profispieler wegen Bestechlichkeit angeklagt. Wie die 'Korea Times' berichtet, sollen die professionellen StarCraft-Spieler absichtlich Spiele verloren gegeben haben, um sich so finanzielle Vorteile zu verschaffen. Es ist das erste Mal, dass in Korea ein Betrug im E-Sports-Bereich nachgewiesen wurde. Die Behörden haben auch drei Betreiber von Online-Wettbüros angeklagt.

Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden sollen die Buchmacher, die gleichzeitig Betreiber eines Trainingsinstituts für künftige Profi-Gamer sind, 11 Spieler, darunter auch 9 Kinder, dazu überredet haben, Spiele zu verlieren, um im Gegenzug Zahlungen von umgerechnet knapp 1400 bis gut 4500 Euro zu erhalten.

Auf diese Weise soll in mindestens 11 Spielen das Ergebnis beeinflusst worden sein. Die Buchmacher erzielten durch den Betrug jeweils hohe Einnahmen. In Korea gibt es bereits seit Monaten Gerüchte über gekaufte StarCraft-Profispieler, woraufhin die Korea e-Sports Accociation (KeSPA) die Ermittlungen der Behörden im März angeregt hatte.

In Südkorea werden diverse Spiele in professionellen Ligen gespielt. Das von Blizzard entwickelte Strategiespiel StarCraft ist dabei der populärste Titel, macht es doch rund 70 Prozent der gesamten e-Sports-Aktivitäten des Landes aus. Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen StarCraft-Ligen. Sogar die koreanische Luftwaffe betreibt ein eigenes Profi-Team.
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