Canonical lizenziert den H.264-Codec für Ubuntu
Auf der Liste der Lizenznehmer bei der MPEG LA, die die Rechte an dem Codec verwaltet, taucht das Unternehmen dabei als einziger Linux-Distributor auf. Nicht einmal größere Anbieter wie Novell oder Red Hat bieten die Technologie in Verbindung mit ihren Produkten an.
Wie Chris Kenyon, der bei Canonical für das OEM-Geschäft zuständig ist, gegenüber dem Magazin 'The H' erklärte, beschränkt sich der Einsatz von H.264 allerdings auf die Zusammenarbeit mit OEM-Partnern. Die Lizenzierung ist also keineswegs eine Absage an Codecs wie Ogg Theora und ein Hinwenden zu einem patentgeschützten Format.
Man werde "Ogg Theora weiterhin intensiv in den Standard-Images unterstützen", so Kenyon. Wer sich eine Ubuntu-Distribution herunterlädt, erhält also kein integriertes H.264. OEM-Partnern biete man aber an, den Codec in ein vorinstalliertes Betriebssystem auf einem PC mit aufzunehmen.
Dies sei laut Kenyon nichts Außergewöhnliches. Immerhin biete man in Verbindung mit Ubuntu auch andere proprietäre Technologien an, wie beispielsweise Adobe Flash, Adobe Acrobat, Fluendo, den RealPlayer und verschiedene DVD-Player.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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