H.264 bleibt für Gratis-Video-Plattformen kostenlos

Streaming-Dienste An der bisherigen Lizenzierungs-Politik der MPEG LA für den Video-Codec H.264 wird sich nichts ändern. An der aktuellen Situation ändert sich somit - anders als bisher angenommen - nichts. Der erste Lizenzzeitraum läuft zum Jahresende aus. Dann sollten Änderungen an der bisherigen Gestaltung der Preise wirksam werden. Befürchtet wurde insbesondere, dass Betreiber von kostenlosen Video-Plattformen im Internet zukünftig Lizenzgebühren zahlen müssen, wenn sie H.264 einsetzen wollen.

Wie die MPEG LA, die das Patentportfolio für den Codec verwaltet, nun mitteilte, werde man auch im kommenden Lizenzzeitraum keine Gebühren für das "Internet Broadcast AVC Video" genannte Segment verlangen. Damit können Video-Plattformen den Codec bis 2016 weiterhin kostenfrei einsetzen.

Auch danach wird sich wohl nichts mehr ändern. Immerhin laufen die wesentlichen Patente, die in H.264 eingeflossen sind, im Jahr 2017 aus. Gebührenpflicht besteht wie bisher auch zukünftig für Hardware-Hersteller, die den Codec in ihre Systeme integrieren, für Internet-Angebote, bei denen der Nutzer zahlen muss, um ein Video abrufen zu können, sowie für Fernsehsender.
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