US-Militär will bei Cyber-Attacken zurückschlagen

Internet & Webdienste Das US-Militär soll künftig schnell und umfassend auf Cyber-Attacken reagieren, um sie abzuwehren oder Gegenangriffe durchzuführen, auch wenn der jeweilige Angreifer möglichweise noch nicht bekannt ist. Dies erklärte der US-Armeegeneral Keith Alexander, Chef der National Security Agency (NSA), gegenüber dem Kongress. Die USA dürften nicht vor Maßnahmen gegen Länder wie den Iran und Nordkorea zurück schrecken, nur weil diese vielleicht mit Online-Angriffen reagieren, so Alexander.

Das US-Militär hat nach Angaben von Alexander bereits mehrfach "auf Bedrohungen, Eingriffe und konkrete Attacken aus dem Cyberspace" reagiert. Ob die nicht näher erläuterten Gegenmaßnahmen allerdings ihren Zweck erfüllt haben, sei unklar.

Es sei generell schwer, auf Angriffe effektiv zu reagieren, weil die Identität der Urheber oft nicht nachvollzogen werden kann. Die Kommandeure der US-Streitkräfte hatten jedoch stets das Recht auf Selbstverteidigung. Noch sei dieses Recht nicht spezifisch gesetzlich verankert. Stattdessen geht Alexander davon aus, dass Gegenschläge bei Online-Attacken rechtmäßig sind, so lange man sich an die Richtlinien für militärische Gewaltanwendung hält.

Generell müssen laut Alexander alle Reaktionen auf Cyber-Attacken auch künftig vom US-Präsidenten abgesegnet werden und internationale Richtlinien einhalten. Diese sehen unter anderem vor, dass eine Reaktion für militärisch notwendig gehalten werden und verhältnismäßig sein muss. Letztlich müsse das Militär im Internet die Oberhand behalten, was zwar mit diversen Herausforderungen verbunden aber als realistisch machbar sei.
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