Apple schränkt App-Entwicklung sehr stark ein

Entwicklung Apple ist für seine strengen Regeln bei der Entwicklung und Veröffentlichung von Apps für das iPhone bekannt. Im Rahmen der Vorstellung des iPhone OS 4.0 wurden die Lizenzbedingungen erneut überarbeitet und sperren nun bestimmte Entwicklerwerkzeuge aus. So heißt es jetzt im Punkt 3.3.1 der von allen iPhone-Entwicklern zwingend zu akzeptierenden Lizenzbedingungen, dass der Code für eine Anwendung ursprünglich in Objective-C, C oder C++ geschrieben sein muss. Nur dann darf er auch von den dokumentierten APIs kompiliert und verlinkt werden. Nutzt man ein Tool, das den in einer anderen Programmiersprache geschriebenen Code passend für eine iPhone-App übersetzt, ist das ab sofort verboten.

Damit setzt Apple ein klares Zeichen und verteilt einen Seitenhieb an Adobe. Es ist ja inzwischen hinreichend bekannt, dass Apple die Flash-Technologie unter keinen Umständen unterstützen will. Adobe hatte sich deshalb einen cleveren Umweg ausgedacht, um Flash-Anwendungen doch noch auf das iPhone zu bekommen. Der für die Creative Suite 5 angekündigte Flash-Compiler kann Flash-Programme iPhone-kompatibel übersetzen, so dass man mit Flash eigene iPhone-Apps erstellen kann. Genau das hat Apple nun verboten.

Nicht nur Adobe ist von dieser Regelung betroffen. Auch Entwicklerwerkzeuge wie Appcelerators Titanium, Phonegap oder Novells Monotouch dürfen nicht mehr verwendet werden. Sie bieten den Vorteil, eine Anwendung gleichzeitig für mehrere Plattformen zu entwickeln. So kann man beispielsweise parallel zur iPhone-App auch eine Android-App entwickeln.

Der Chef von Appcelerator zeigt sich noch gelassen und warnte davor, zu aufgeregt auf die neuen Lizenzbestimmungen zu reagieren. Er will sich mit Apple in Verbindung setzen und die Frage klären, ob Tools wie Titanium weiterhin erlaubt sind. Auch Adobe dürfte an der Klärung dieses Sachverhalts interessiert sein.
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