Sicherheitsforscher finden Zeus-Botnetz "Kneber"
Unter anderem sind Rechner von 2.500 Unternehmen und Regierungsbehörden in die Infrastruktur eingebunden. Bei NetWitness gab man dem Botnetz den Namen Kneber. Wie Symantec bei weitergehenden Analysen herausfand, kapert allerdings kein neuer Trojaner die betroffenen PCs, sondern eine Abart des bereits bekannten Zeus.
Das Botnetz soll inzwischen seit rund 18 Monaten aktiv sein. Die Sicherheitsexperten konnten auf dem Kontrollserver 75 Gigabyte an gestohlenen Daten finden - hauptsächlich Login-Informationen zu Online-Banking-Accounts, Social Network-Profilen und E-Mail-Servern.
Aber auch 68.000 Zugänge zu Firmennetzen und 2.000 SSL-Zertifikate lagen auf dem Server. Das beunruhigende daran ist, so die Experten, dass es sich lediglich um die Daten handelt, die in einem Monat gesammelt wurden. Über die Zeit davor gibt es bisher noch keine Erkenntnisse.
Die Sicherheits-Firmen riefen erneut dazu auf, unbedingt Viren-Scanner mit Signaturdatenbanken auf dem neuesten Stand einzusetzen. Diese sind in der Lage, Infektionsversuche von Zeus zu entdecken und abzuwehren.
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Christian Kahle
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