Innenminister wirbt für Schutz von Infrastrukturen
Insbesondere das Internet, aber auch die Energieversorgung, Transportsysteme und andere haben grundlegende Bedeutung für die heutige Gesellschaft. "Es ist nicht übertrieben zu sagen: Kritische Infrastrukturen sind die Lebensadern unserer Gesellschaft", sagte der Minister.
"Heute werden circa 80 Prozent der Einrichtungen Kritischer Infrastrukturen ausschließlich von privaten bzw. privatisierten Unternehmen betrieben oder gesteuert. Verantwortlich für Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Infrastrukturen sind heute vorrangig Unternehmen und private Betreiber", so de Maizière auf einer Fachtagung zur "Nationalen Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen"
Aus dieser Verantwortungsverlagerung auf die Wirtschaft müsse der Staat Rückschlüsse ziehen. Schon der temporärer Ausfall oder die Störung dieser Infrastrukturen können zu erheblichen Belastungen für Staat, Wirtschaft und große Teile der Bevölkerung führen, erklärte der Minister weiter.
De Maizière wies auf ein Grundproblem des Schutzes kritischer Infrastrukturen hin: "Macht man zu wenig, wird im Nachhinein die Frage gestellt: Warum seid ihr nicht vorbereitet? Macht man zu viel, muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, man würde übertrieben Handeln und dadurch Panik verbreiten." Man müsse das Schutzniveau für kritische Infrastrukturen im Land erhöhen. "Aber niemand kann einen absoluten Schutz gewährleisten", betonte er.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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